Wir sind der Meinung, dass je nach Charakter des Hundes, das Verlangen nach einer Bezugsperson stärker oder schwächer ausgeprägt ist. Es gibt Hunde, die sich gerne nur an eine Person halten. Kommt der Hund dann in eine neue Familie, wird er sich diese Person selber aussuchen. Hast du den Hund also von dem Züchter oder dem Tierheim abgeholt, heißt das noch lange nicht, dass du nun auch seine Bezugsperson bist. Du kannst den Hund natürlich auch etwas lenken und dafür sorgen, dass er dich eher als Bezugsperson in Betracht zieht.

So kannst du die Person sein, die ihm das Fressen gibt und am meisten Zeit mit ihm verbringt. Dies wird dazu beitragen, dass der Hund auf dich mehr fixiert ist. Es gibt aber auch Hunde, die nicht eine einzige Bezugsperson haben und so ihre Liebe auf mehrere Personen ausgeglichen verteilen. Der Hund hat so die Möglichkeit, die Menschenfamilie als ein Ganzes zu sehen und sich von jedem Familienmitglied das Beste für ihn herauszuziehen. Das ist sehr schlau von dem Vierbeiner, denn so hat er eine Person die in der Familie am besten massieren, Spielen, oder erziehen kann. Um die Bindung Hund Mensch erkennen zu können, solltest du unserer Ratgeber weiterlesen.

 

Der Wolf lebt im Rudel

Wenn wir uns den Vorfahren des Hundes anschauen, sehen wir, dass der Wolf sich auch in einem Rudel mit mehreren Wölfen und nicht nur einem Rudelführer zurechtfinden muss. Dennoch sind wir der Meinung, dass es eher besser ist, wenn der Hund nur eine Bezugsperson hat. So ist es möglich, eine ganz besondere Beziehung zu dem Hund aufzubauen und Regeln klarer auszudrücken. Wenn der Hund aber nur auf einen Menschen fixiert ist, bringt dies aber auch einige Nachteile mit sich. So wird der Hund schwerer von anderen Mitgliedern der Familie gehändelt werden können. Geht so beispielsweise eine Person mit dem Hund zum Einkaufen, die nicht seine Bezugsperson ist, kann es eher vorkommen, dass der Hund, wenn er den Befehl zum Warten vor dem Supermarkt bekommt, völlig durchdreht.

Bindung Hund Mensch erkennen

Bei manchen Fällen ist es sogar bekannt, dass der Hund so sehr auf einen Menschen bezogen ist, dass er Angstzustände bekommt, wenn er seine Bezugsperson eine kurze Zeit nicht sieht. Für den Menschen, der dann in dieser Zeit auf den Hund aufpassen muss, kann dies schnell zu einer schier unlösbaren Aufgabe werden. Nicht auszudenken, was der Hund anstellt, wenn sein Lieblingsmensch für einen längeren Zeitraum nicht in seiner Nähe ist. Ich beobachte es immer wieder, dass Hunde vor dem Supermarkt sogar dann anfangen, jämmerlich zu jaulen, wenn ihre Bezugsperson nur für 5 Minuten verschwunden ist. Schaue als Hundebesitzer also danach, dass die ganze Familie in den Tagesablauf deines Hundes involviert wird. Bei diesem Vorgehen solltest du aber darauf achten, dass sich die ganze Familie an die geltenden Regeln für den Hund halten. Ist dem Hund beispielsweise untersagt auf einen Stuhl, beim Esstisch zu springen oder nicht auf das Bett zu gehen, sollte dies von allen anderen Familienmitgliedern eingehalten werden.

So gewöhnt sich der Hund daran, auch seine Zeit mit anderen zu verbringen. Bei Martin Rütter sah ich letztens eine Sendung, in der eine große Familie dies nicht richtig umsetzte und der Hund so sehr verwirrt war, dass er anfing, selber die Führung zu übernehmen und die Kinder sogar leicht attackierte, weil er der Meinung war, sie erziehen zu müssen. Wenn du ledig bist und keine anderen Familienmitglieder hast, ist es schon schwerer, den Hund mit anderen Menschen vertraut zu machen. Lade aber gerne deine Freunde ein, dass der Hund sich an den Umgang mit anderen Menschen gewöhnt. Für den Fall, dass der Hund schon zu stark auf eine Bezugsperson fixiert ist, weil diese ihn beispielsweise immer füttert, mit ihm kuschelt und am meisten Zeit verbringt, dann sollten ein paar der Aufgaben innerhalb der Familie verteilt werden.

 

Bezugsperson Hund erkennen – dein Einfluss

Gibt eine andere Person dem Hund zu fressen, wird er diese besonders schnell, als weitere Bezugsperson respektieren. Wir raten hier zu der Fütterung durch die Hand, da diese noch eine intimere Fütterung für den Vierbeiner darstellt. Gerade dann, wenn diese Person auch anderweitig Zeit zum Gassigehen, Trainieren, Kuscheln oder zum gemeinsamen Spielen hat.

Hat der Hund mehrere Bezugspersonen, ist er auch gleichzeitig weniger anfällig für eine durch das Vermissen seiner Bezugsperson hervorgerufenen psychischen Probleme, Angstzustände und Ticks wie beispielsweise Beißen und zwanghaftes Pflegen. Für den Menschen, der die unangefochtene Bezugsperson für den Hund war, kann es sehr schwer werden anzusehen, dass der Hund nun auch zu anderen Menschen aus der Familie eine Liebesbeziehung aufbaut.

Gerade Kinder tun sich mit dieser Entwicklung sehr schwer. Lasse es also im besten Falle gar nicht so weit kommen und sorge dafür, dass der neue Hund mit allen Familienmitgliedern gleichviel Zeit verbringt. Ebenso ist es wichtig, den Hund in alle Familienaktivitäten, als Mitglied des Rudels mit einzubeziehen. So ist es dem Haustier sehr gut möglich, sich als echtes Familienmitglied zu fühlen. Wie ist es bei dir? Hat dein Hund eine spezielle Bezugsperson oder mag er das ganze Rudel der Familie? Lasse es uns und anderen Hundefreunden doch bitte als Kommentar wissen. Hast du noch Antworten zu der Frage, wie sucht sich ein Hund seine Bezugsperson aus? Dann darfst du uns gerne deine Antwort als Kommentar hinterlassen.

WAU WAU ich bin schlau

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