Viele Menschen sind fälschlicherweise der Meinung, dass Hunde als Sache nach (Art. 641 Abs. 1 ZGB) zu verstehen sind. In Wirklichkeit sind Hunde aber gemäß (Art. 641a Abs. 1 ZGB) ausdrücklich nicht als Sache zu behandeln! Da in diesem Fall auch Spezialbestimmungen Anwendung finden. Nach (Art. 713ff. ZGB) welche das sogenannte Fahrniseigentum regelt, finden aber auch allgemeine Normen eine Anwendung. So gilt derjenige als Eigentümer von dem Hund, der über eine ausschließliche Herrschaft des Tieres verfügt, welche auf einer rechtlichen Grundlage beruht. Die rechtliche Grundlage wird meistens durch einen Schenkungs- oder Kaufvertrag festgehalten. Die folgenden Eintragungen spielen für eine rechtliche Grundlage keine Rolle:

  • Die Gemeindeeintragung
  • Die Eintragung bei Amicus

 

Dennoch können diese Eintragungen bezüglich eigentumsrechtlicher Fragen, als Indiz zur Klärung hinzugezogen werden. Nach (Art. 714 Abs. 1 ZGB) erlangt man meistens das Eigentum für einen Hund. Mit der Übergabe des Vierbeiners und der damit zusammenhängenden Willensübereinstimmung, bezüglich der Eigentumsübertragung beider Parteien. Wenn jedoch der Fall auftritt, dass an dem Hund keine Rechte von Dritten nach (Art. 719 und 729 ZGB) bestehen, weil der Hund beispielsweise herrenlos ist, kann eine sogenannte Aneignung des Vierbeiners nach (Art. 718 ZGB) durchgeführt werden. So kann man der rechtmäßige Eigentümer des Hundes werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, einen Hund zu erben. Wird ein Hund geboren, ist er laut (Art. 643 ZGB) nicht als eigentumslos zu verstehen, sondern gehört dem Eigentümer des Mutterhundes, die den Welpen geboren hat.

Nach (Art. 720f. ZGB) kann man sich einen Hund durch einen Fund zu seinem Eigentum machen. Die Ersitzung, welche auf die Grundlage (Art. 728 ZGB) erfolgt und nach (728 Abs. 1 bis ZGB) begründet wird, stellt sicher, dass Hunde ohne wirtschaftlichen, sondern emotionalen Hintergrund gehalten werden können, wenn die Dauer der Ersitzung zwei Monate andauert.

WAU WAU ich bin schlau

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