Bestimmt hast du dir einen Welpen angeschafft und stellst dir jetzt die Frage, wie du den Hundewelpen erziehen kannst. Um den Welpen richtig trainieren zu können, brauchst du Geduld und Zeit. Die Investition wird sich aber auszahlen, wenn du schon bald die Fortschritte von deinem jungen Vierbeiner siehst. Lese dir also unsere 10 Tipps durch, dass deine Welpenerziehung bestmöglich ablaufen kann.

1. Die Sozialisierung kommt vor dem Welpentraining

Um den Welpen beizubringen, dass es auch andere Menschen, Tiere und Orte gibt, sollte er mit dir Erkundungen rund um dein Zuhause unternehmen. Auch muss sich der Welpe an die Situationen und Begegnungen gewöhnen. Ist dein Welpe richtig sozialisiert, wird er sich als ausgewachsener Hund besser an Veränderungen und an andere Tiere anpassen können. Hunde, die nicht sozialisiert wurden, weisen häufig die folgenden Verhaltensweisen auf:

  • Übermäßiges Bellen
  • Angstzustände
  • Aggressionen

Somit ist es unausweichlich, dass sich dein Welpe an die Geräusche, Orte, Menschen, Tiere und Sehenswürdigkeiten gewöhnt. Aber auch der Umgang mit deinem Hund wird je nach Mensch unterschiedlich sein. So muss dein Welpe lernen, dass er von einem Hundefriseur oder dem Tierarzt, anders behandelt wird als von dir.

 

2. Welpenerziehung Zuhause

Unserer Meinung nach, ist das Welpentraining in deinen eigenen vier Wänden zunächst am wichtigsten. So musst du deinem Hund beibringen, wo er auf die Toilette gehen darf und wo er sich zum Schlafen hinlegen soll. Auch eine regelmäßige Fütterung des Welpen ist wichtig. Füttere ihn daher täglich zu denselben Uhrzeiten. Bei der Welpenerziehung sowie eines ausgewachsenen Hundes, ist es während des Trainings wichtig, nicht auch Bestrafungsmethoden zurückzugreifen. Durch eine mentale oder körperliche Bestrafung wird dein Vierbeiner nur verwirrt sein und schreckhaft werden.

Um deinen jungen Hund bei der Hundeerziehung bestmöglich zu unterstützen und den größten Trainingserfolg erzielen zu können, solltest du unserer Meinung nach auf ein positives Training, mit Spielzeit, Leckerlis und Lob setzen. Reiche deinem Welpen also am besten ein Leckerli und spreche freundliche lobende Worte aus, wenn dein Welpe seinen Toilettengang korrekt ausgeführt hat. Wenn dein Hund nicht stubenrein ist, ist eine Platzierung in einer Kiste vorübergehend denkbar.

3. Kisten Training

Gerade, wenn du deinen neuen Welpen nicht beaufsichtigen kannst, ist eine Hundekiste eine gute Option. Das Aufbewahren in der Kiste, kann verhindern, dass dein Welpe falsche Verhaltensweisen, wie das Verschmutzen der Wohnung oder das Ankauen von Möbelstücken nicht erlernt. Auch wenn dein Hund noch sehr jung ist, wird er vermutlich verstehen, dass er nicht dort auf die Toilette gehen sollte, wo er schläft. Daher nutzen viele angehende Hundebesitzer auch einen Käfig bei der Welpenerziehung. Bist du dann Zuhause, kannst du den Hund beaufsichtigen, sodass dieser keine Chance hat ein Fehlverhalten ohne dein Einschreiten zu begehen. Wenn sich dein neuer Vierbeiner in der Kiste wohlfühlt, kann diese zu seinem Lieblingsplatz werden. Achte aber darauf, dass der Hund nicht mehr als ein paar Stunden in der Kiste verweilen muss, da er dies sonst schnell als Strafmaßnahme versteht.

 

4. Zerstörerisches Kauen verhindern

Besitzt du deinen Welpen schon eine Weile, ist es für dich bestimmt nichts Neues, dass der kleine Vierbeiner gerne an allen möglichen Sachen kaut. Um dem Welpen das Ankauen abzutrainieren zu können, solltest du es ihm nicht verbieten, sondern ihm das passende Kauspielzeug reichen. So lernt der Welpe, woran er kauen darf und wo nicht. Wenn du verhindern möchtest, dass dein Welpe deine Schuhe, Möbel oder Sonstiges anknabbert, wirst du schnell merken, dass ein Einfaches »Nein« und die Wegnahme der Sache nicht ausreichen wird. Leite deinen Welpen also auf die Dinge um, auf denen er Kauen darf.

5. Welpen erziehen durch Beschränkungen

Um den Hund besser im Blick zu haben, solltest du ihm nicht den Zugang zu allen Zimmern gewähren. Denn wenn du deinen Welpen nicht ausreichend beaufsichtigst, besteht eine größere Gefahr, dass er sich selber verletzt oder deine Einrichtung beschädigt. Dass der junge Hund keine Gelegenheit hat, schlechtes Verhalten anzunehmen, solltest du den Welpen in einem kleinen und übersichtlichen Raum halten. Es gibt Hundefreunde, die zum Absperren zwischen den Türen auch auf ein Baby Tor zurückgreifen. Macht es deinem Welpen beispielsweise Spaß, an deinen Kissen zu knabbern, wird er es immer wieder tun. Durch die Einschränkung in der Bewegungsfreiheit wird dein Welpe nicht in Versuchung geführt.

 

6. Positive Verstärkung bei der Welpenerziehung

Wir und die meisten Welpentrainer in Deutschland, vertreten die Meinung, dass eine positive Welpenerziehung zu einem besseren Trainingserfolg, als ein Erziehen mit Bestrafung führt. Befürworter der Bestrafungsmethode sagen, dass so ein nicht erwünschtes Verhalten besser gestoppt werden kann. Das stimmt auch so weit, aber es wird dabei übersehen, dass es dem Welpen nicht übermittelt, was er anstatt des Fehlverhaltens tun soll. So weiß der Hund nicht, was er stattdessen machen soll, wenn er an deinen Möbeln knabbert. Zudem kann eine Bestrafung des Hundes, zu Verschlimmerung des Fehlverhaltens und Aggressionen des Welpen führen.

Bei der Welpenerziehung mit positiver Verstärkung, wird dein Welpe durch Leckerbissen, lobende Worte und Streicheleinheiten motiviert, dass Verhalten an den Tag zu legen, welches du von ihm erwartest. Wenn dein junger Hund etwas Falsches tut, ignoriere ihn, wenn er gerade nichts kaputtmacht. Beschädigt dein Welpe gerade die Einrichtung oder etwas anderes, schreite ein und lenke den Hund auf etwas, dass er darf. Reiche deinem geliebten Vierbeiner dann ein Leckerli, kurz nachdem er eine Aufgabe richtig ausgeführt hat. Schon bald wird dein Welpe verstanden haben, was er darf und was nicht. Viele Hundefreunde bringen die positive Verstärkung bei der Welpenerziehung auf die nächste Stufe, indem sie auf einen zusätzlichen Klicker beim Training setzen.

7. Welpe beißt – die Beißhemmung

Dein Welpe muss den Umgang mit seiner Bisskraft lernen, darum ist das Erlernen der Beißhemmung für deinen Welpen sehr wichtig. Bei diesem Training geht es darum, dass dein Hund lernt, dass er im Zusammensein mit anderen Lebewesen seine Bissstärke nur im sanften Ausmaß einsetzt. Um deinen Welpen die Hemmung beibringen zu können, bietet es sich an, deinem jungen Hund beim Spielen zu erlauben, seinen Mund zu benutzen. Setzt dein Welpe seine Zähne zu stark ein, musst du ihm vermitteln, dass es dir wehtut und der Spaß aufhört. Eine verbreitete Methode ist, einen lauten Schrei auszustoßen, die dem Hund zeigt, dass du Schmerzen hast, wenn er dich stark beißt. Warum du die Beißhemmung trainieren solltest, ist einfach. Zum einen kannst du so verhindern, dass dich dein Welpe unvorhergesehen beißt und zum anderen verhinderst du, dass er als ausgewachsener Hund nicht zu stark zuschnappt. Ist der Biss des Hundes gehemmt, wird er auch im Falle einer Selbstverteidigung eher weniger stark beißen, als wenn er nicht in Bezug dessen erzogen worden ist.

 

8. Verhaltensprobleme beim Hundewelpen erziehen verhindern

Dass dein Welpe nicht auf dumme Gedanken kommt, ist es sehr hilfreich passendes Hundespielzeug anzuschaffen. Es ist wichtig, den Welpen früh zu trainieren, noch bevor er falsche Verhaltensweisen entwickelt. Mache Gebrauch von Online-Hundekursen und bringe so deinem Welpen das richtige Verhalten bei. Dein Hund wird begeistert sein, wenn du mit ihm verschiedene Tricks und Verhaltensregeln richtig trainierst. Stellst du deinem Welpen keine spannenden Trainingseinheiten zur Verfügung, wird sich dein Vierbeiner schnell eine andere Beschäftigung suchen, welche dann meistens in einem Fehlverhalten endet. Auch das Erlernen der Grundbefehle ist ein beliebtes Mittel, den Welpen unter Kontrolle zu behalten. So kannst du dem Welpen den Befehl »Platz« geben, wenn der Hund, nachdem du in den Raum gekommen bist, an dir hochspringt. Du siehst, durch die Welpen Erziehung kannst du deinen Vierbeiner besser von möglichen Verhaltensproblemen bewahren.

9. Welpen Kindergarten

Wenn du denkst, dass du deinen Welpen nicht alleine erziehen kannst, besteht auch die Möglichkeit, dich an einen örtlichen Hundetrainer zu wenden. Es gibt hier spezielle Kurse, an denen du deinen Hund anmelden kannst. Allerdings kann das persönliche Training schnell sehr kostspielig werden. Zudem wäre ein eigenes Welpentraining förderlich für dein Wissen und die Bindung zu deinem Welpen. So wie es online Hundekurse gibt, kannst du bei deinem Hundetrainer vor Ort die folgenden Schulungen besuchen:

  • Toilettengang
  • Problemverhalten vermeiden
  • Der grundlegende Gehorsam
  • Sozialisieren

 

10. Der grundlegende Gehorsam bei der Welpenerziehung

Starte mit Grundbefehle für Welpen, am besten, wenn du mit deinem jungen Hund zu dir nach Hause kommst. So vermittelst du deinem neuen Familienmitglied, dass es Regeln und Strukturen gibt, an die es sich zu halten gilt. Setze auf die positive Trainingsmethode und schon bald wirst du dich freuen, wenn der Hund seinen ersten Befehl wie beispielsweise »Sitz« gelernt hat. Durch das Welpentraining ist der beste Grundstein gelegt, dass dein Welpe ein gut erzogener Hund wird. Bei Problemfällen kann es hilfreich sein, wenn während des Trainings ein erfahrener Hundetrainer dabei ist.

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