Um deinen Hund zu belohnen gibt es viele Möglichkeiten. Hier hat jeder Hundefreund seine besonderen Vorlieben und auch jeder Hund andere Ansprüche. Manche Hunde lieben es, als Belohnung hinten im Auto mitzufahren, andere Hunde bevorzugen doch lieber eine gemeinsame Spieleinheit, Leckerlis oder einen gemeinsamen Spaziergang. Um es auf den Punkt zu bringen, ist die Methode bei positiver Hundeerziehung so, dass du deinen Hund bei schlechtem Verhalten ignorierst und bei positivem, belohnst. Viele Hundebesitzer in Deutschland verwenden ein Clickertraining, welche die positive Stimmung während des Trainings, stärkt. Positives Hundetraining hat viele Vorteile, die wir dir gerne in diesem Artikel näherbringen möchten.

Beziehe deine ganze Familie in die Hundeausbildung mit ein

Die positive Trainingsmethode macht es möglich, auch deine Kinder mit in das Training des Hundes einzubeziehen. Allerdings sollten sie hierbei nie ohne Aufsicht sein. Dem Hund ist es egal, ob er den Befehl für die Ausübung von einer tiefen und lauten oder von einer hohen und leisen Stimme bekommt. Nach der Umsetzung der Aufgabe ist es dem Hund nur wichtig, dass er seine Belohnung bekommt und Lob erfährt. Gebe deinem Kind zum Beispiel ein Leckerli in die Hand. Lasse dein Kind einen Trick ausführen, welchen der Hund bereits ausreichend gelernt hat. Nachdem der Hund die Aufgabe ausgeführt hat, kann dein Kind dem Familienhund ein Leckerli reichen. So ist es möglich, dass du dich mit weiterhin geöffneten Augen zurücklehnen und dein Kind das Training ausführen lassen kannst. Wenn dein Kind in welcher Form auch immer ungeduldig oder gar aggressiv wird, schreite umgehend ein, da dies nichts mehr mit einer positiven Hundeerziehung zu tun hat. Das kann nicht nur den Hund verziehen, sondern auch dein Kind gefährden.

Positive Verstärkung – Der Hund muss verstehen was du willst

Hunde wollen Menschen gefallen und alles richtig machen. Belohnst du den Hund mit einem Leckerbissen, nachdem er etwas richtig gemacht hat, wird er wissen, dass was auch immer er gerade gemacht hat, richtig ist. Belohnst du den Hund hingegen nicht, wenn er etwas falsch macht, reflektiert er sein Verhalten und prüft, warum er gerade keinen Leckerbissen bekommen hat. Durch diese Methode, ist es deinem vierbeinigen Freund möglich zu verstehen, was richtig und was falsch ist. Viele Hundebesitzer machen den Fehler, dass sie nichts auf positives Hundetraining geben und handgreiflich werden, wenn der Hund einen Fehler gemacht hat. Von dieser Methode wird der Hund aber nur Angst bekommen und sein Verhalten dennoch nicht vollständig überdenken. Mache es dann lieber so, dass du den Hund belohnst, wenn er die Sache einmal richtig macht. Dann wird er oft schon so zu der Einsicht kommen, was richtig und falsch gewesen ist.

Beispiel zum Hundeverständnis

Dein Hund uriniert in deiner Wohnung und du schlägst ihn, wenn du ihn gerade erwischt hast. Nun wird der Hund wissen, dass er lieber nicht auf den Boden macht, wenn du da bist, sondern lieber warten, bis du einmal nicht in der Nähe bist. Wenn du den Hund dann bestrafst, wenn du nach Hause kommst, weil du gesehen hast, dass er wieder auf den Boden gemacht hat, wird er nicht wissen, warum du ihn bestrafst. Entscheidest du dich aber für das positive Hundetraining, wirst du nicht handgreiflich werden und den Hund einfach durch eine gelungene, gemeinsame Kommunikation von der richtigen Vorgehensweise überzeugen. Gehe dabei so vor, dass du den Hund jedes Mal, wenn er den Toilettengang richtig ausführt, belohnst. Ganz unabhängig, ob er sein Geschäft draußen, in seinem Hundeklo oder in seiner Wohnung verrichtet. So wird deinem Hund auffallen, dass er belohnt wird, wenn er zum Toilettengang nach draußen oder auf das komische Hundeklo geht. Verwende dieses Vorgehen, für eine Vielzahl von unterschiedlichem Fehlverhalten. Wenn dein Hund besonders ängstlich oder aggressiv ist, solltest du es einmal mit dem positiven Clickertraining versuchen.

Fazit Hundeverständnis

Unterlasse es also lieber auf Trainingsmethoden wie das Korrigieren über die Hundeleine oder auf andere Bestrafungsarten zurückzugreifen. Oftmals werden diese Methoden die Verhaltensweisen des Hundes sogar noch weiter verschlimmern und aggressive Hunde durch die Gewaltanwendung, noch aggressiver machen. Hast du sowieso schon einen ängstlichen Hund, wird sich seine Angst durch das Anwenden von Gewalt noch weiter verschlimmern. Verwende bei ängstlichen und aggressiven Hunden doch einmal das positiv, verstärkende Clicker Training.

 

Positive Erziehung durch mentale Stärke

Um Verhaltensprobleme des Hundes durch Langeweile vorzubeugen, eignet sich die regelmäßige Durchführung eines positiven Hundetrainings mit am besten. Der Hund wird dir für die kurzen Trainingseinheiten dankbar sein und dir neben seiner Liebe, weniger Verhaltensprobleme bescheren. Viele Hundefreunde berichteten, dass sie so den Hund dazu brachten, nicht mehr alles anzukauen und den Garten umzugraben. Mache also täglich ein paar kurze Trainingseinheiten mit deinem tierischen Freund und du wirst dich wundern, wie sich der Hund freuen und auspowern wird.

Das Hundetraining muss allen Beteiligten Spaß machen

Um den bestmöglichen Erfolg beim Trainieren deines Hundes zu erreichen, solltest du das Training positiv und kurz zwischen 10 und 15 Minuten halten. Dein Hund wird die Trainingseinheit eher als Spiel ansehen, da es ihm großen Spaß macht und es sogar noch Belohnungen gibt. Auch du wirst dich freuen, wenn du die Fortschritte deines Vierbeiners siehst und seine Freude, mit der er beim Training bei der Sache ist.

Positive Verstärkung Hund – Bindung zum Hund stärken

Wir möchten dir das Innenleben des Hundes anhand eines kurzen Beispiels aufzeigen: Würdest du dich bei einem Arbeitgeber wohlfühlen, wenn du ständig zum Erledigen von Aufgaben gedrängt wirst? Oder arbeitest du lieber für einen Arbeitgeber, der dir viele Vorteile, ein positives Umfeld, ein gutes Gehalt und lobende Worte bietet?

Wir denken, dass du dir diese Frage selbst beantworten kannst. Nun weißt du, dass sich dein Hund viel wohler fühlt, wenn er mit positivem Training ausgebildet wird, bei dem es Belohnungen nach Erfüllung der Aufgaben gibt. Ein Hundetraining mit positiver Verstärkung trägt zudem zu einer engeren Bindung zwischen dir und deinem Hund bei. Eine enge Verbundenheit zu deinem Vierbeiner, bringt dir nur Vorteile, welche von einer besseren Handhabung des Hundes, bis hin zu einer aufopfernden Haltung des Tieres, dir gegenüber beiträgt. Um den Hund besser zu verstehen, kann es sehr helfen, wenn du dich einfach in seine Lage hineinversetzt. So ist der Grundstein deinerseits gelegt, dass der Vierbeiner ein erstklassiger Hund wird.

 

Probleme bei der Hundeerziehung erkennen und beheben

Da dein Hund neben deinen Worten auch ebenso gut deine Körpersprache lesen kann, ist es für eine positive Verstärkung Hund entscheidend, sowohl körperlich als auch mit deinen Worten eine positive Ruhe auszustrahlen. Gerade dann, wenn es einmal nicht so vorangeht, wie du es dir gewünscht hast. Mache es also immer beständig und geduldig weiter, wenn dein Hund einmal keinem Befehl gehorcht und diesen zu deiner Zufriedenheit ausführt.

Es kommt auch auf die Belohnung an. Achte darauf, dass du deinem Hund eine Belohnung reichst, die er liebt. Am besten ist es, unterschiedliche Leckereien zu übergeben. So wird der Hund schon gespannt sein, welche Köstlichkeit ihn beim Erfüllen der Aufgabe erwartet. Du kannst es auch so machen, dass du dem Hund die besseren Leckerlis, bei der Umsetzung einer neuen oder anspruchsvollen Übung reichst und normale Leckerlis oder sein Lieblingsspielzeug bei der Umsetzung älterer und weniger anspruchsvoller Aufgaben.

Gewaltfreie Hundeerziehung ist die beste Methode

Wir empfehlen dir aber neben einem freundlichen Lob im Training, hauptsächlich auf Leckereien zu setzen. Deinem Vierbeiner kann aber nach Ausführen von sehr verinnerlichten Befehlen, auch schon ein liebevolles Lob mit einer kurzen Streicheleinheit deinerseits ausreichen. Bist du stark motiviert, wird das dein Hund spüren und sich gerne von deinem Elan anstecken lassen. Halte immer im Hinterkopf, dass es sich bei deinem Trainingspartner »nur« um einen Hund handelt, der keine Fehler absichtlich macht und immer versucht, deine gestellten Aufgaben bestmöglich zu erledigen.

Wie trainierst du deinen Hund? Hast du schon Erfahrungen mit der positiven Verstärkung gesammelt? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

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