Das Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts Münster gibt Zuversicht für Hundefriseure in NRW. Ihnen ist, wenn das gefallene Urteil rechtskräftig wird, wieder gestattet, zu arbeiten und Wuffis die Haare zu schneiden.

Am 17.12.2020 hatte die aus Emsdetten in NRW lebende Hundefriseurin Elisa Kloppenborg (46) einen Eilantrag gestellt, dem nun stattgegeben wurde.
Dem Eilantrag war eine Mitteilung vorausgegangen, welche ihr ebenfalls am 17 Dezember 2020 die vorläufige Schließung des Hundesalons bis zum 10.01.2021 aufgrund des verlängerten Lockdowns vorschrieb.

Die gerichtliche Begründung war

Die Fassung vom 7.01.2021 der Corona-Schutzverordnung sieht keinen Verbot der beruflichen Tätigkeit der Klägerin vor, da die Abstandsregelung von 1,5 Metern zum Kunden eingehalten werden könne. Es sind somit Handwerksleistungen und Dienstleistungen nur nicht erlaubt, bei denen dieser Abstand nicht eingehalten werden kann. Insbesondere Gesichtsbehandlung, Friseurdienstleistung, Nagelstudios, Kosmetik, Maniküre, Piercen, Tätowieren und Massagen.

Auch wenn Frau Kloppenborg eine Handwerksleistung ausübt, kann der 1,5 Meter Mindestabstand zu Kunden laut Gericht eingehalten werden.

Frau Kloppenborg die drei Kinder zu versorgen hat, zeigte sich nach dem Gerichtsurteil erleichtert und hatte bereit im Vorfeld ein Konzept erstellt, welches die Einhaltung des Mindestabstands zu jeder Zeit gewährleistet.

Ihr Konzept überzeugte das Gewicht

  • Kunden binden ihren Hund an und kommen nach 90 Minuten wieder zurück.
  • Frau Kloppenborg ist neben Handschuhe auch mit einer Maske, die Mund und Nase bedeckt ausgerüstet.
  • Nach kontaktloser Abholung kommt der nächste Kunde, der zuvor im Auto wartete, bis der vorige Hundefreund mit seinem Vierbeiner außer Reichweite ist.
  • Das Geld wird ebenfalls kontaktlos vor dem Haus hinterlegt.

Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, kann die Stadt Emsdetten vor das Oberverwaltungsgericht in die nächste Instanz ziehen.

Wau Wau ich bin schlau