Jeden Tag begehen in Deutschland und in der Welt Hundebesitzer schwerwiegende Fehler im Umgang mit ihrem Hund. Natürlich enden nicht alle Fehler tödlich. Aber wer möchte sich als wahrer Hundefreund schon auf sein Glück verlassen. Um deinen Hund bestmöglich schützen zu können, möchten wir dich über 13 verbreitete Todsünden aufklären und dir so mehr Sicherheit im Umgang mit deinem Vierbeiner schenken. Ohne die richtige Anleitung bei der Hundeerziehung kann es schnell zu Fehlern bei der Umsetzung des Trainings kommen. Dass dein Hund aber ein wohlerzogener Vierbeiner ohne Fehlverhalten wird, solltest du deinem Haustier jederzeit, ein fehlerfreies Hundetraining gewährleisten.

Jeder Schüler ist bekanntlich nur so gut wie sein Lehrer, daher freut es uns umso mehr, dass du dich bei uns über die häufigen Fehler bezüglich der Hundeerziehung informieren möchtest. Hundefreunde lernen früher oder später, dass man die möglichen Fehler erst erkennen muss, dass man in der Lage ist, diese auch bestmöglich vermeiden zu können.

 

1. Keine vorbeugenden medizinischen Maßnahmen

Um gesundheitliche Probleme und Krankheiten vorzubeugen, sollte dein Hund mindestens einmal im Jahr (besser halbjährlich), zu einem Tierarzt zur Untersuchung gebracht werden. Dort sollte er dann neben Gesundheitstests auch Impfungen oder Medikamente verabreicht bekommen. Gerade wenn dein Hund altert, ist eine regelmäßige Untersuchung für einen Gesundheitserhalt des Tieres sehr wichtig. Oft ist es einfach zu spät, wenn der Hund erst nach dem Ausbrechen einer Krankheit behandelt wird, daher gilt auch hier, dass Vorsorge viel besser als Nachsorge ist.

Lasse also deinen Hund neben den nötigen Impfungen, auch Medikamente geben, die ihn vor Würmern schützen. Wenn du lieber einmal zu oft als einmal zu wenig zu einem Tierarzt gehst, bleibt dein Hund viel wahrscheinlicher gesund und in der Erwartung eines langen Lebens. Es gibt natürlich Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner in ihrem Leben nie zu einem Tierarzt bringen und viele haben dann wahrscheinlich auch Glück und ihr Hund bekommt erst im hohen Alter die ersten Erkrankungen. Ich als Hundebesitzer würde aber immer alles, mir in der Macht stehende unternehmen, um das Leben meines Hundes bestmöglich zu verlängern. Niemals würde ich mich an deiner Stelle auf das Glück verlassen. Gerade wenn mein Hund älter wird, sollte er öfters untersucht werden. Spreche dich also mit deinem Tierarzt ab und mache mögliche Termine für Urin- und Blutuntersuchungen, sowie Herzwurmtests und Impfungen. Da hier jeder Hund andere Bedürfnisse hat, ist es unabdingbar, mit deinem Tierarzt des Vertrauens Rücksprache zu halten.

 

2. Keine Hundeerziehung

In der Hundeerziehung wir nicht umsonst der Rückruf des Hundes als das wichtigste Kommando bezeichnet. Wenn dein Hund zu dir kommt, wenn er gerufen wird, ist das eine enorme Steigerung bezüglich der Sicherheit deines Vierbeiners. Nicht selten sieht der Hund ein anderes Tier, dem er hinterherjagen möchte, und rennt auf die Straße, wo er dann unter ein Fahrzeug gerät. Wenn du aber über in der Lage bist deinen Hund zu dir zu rufen, kannst du sicherstellen, dass er beispielsweise von dem davonfliegenden Vogel ablässt und zu dir stürmt. Kommt dein Hund nicht zu dir zurück, weil er nicht gelernt hat auf deinen Ruf zu hören, ist es wieder nur eine Frage des Glücks, dass nicht Schlimmeres passiert.

Wenn dein Hund dank unseres Hundekurses, den Rückruf gelernt hat, ist es wichtig ihn immer zu belohnen, wenn er zu dir zurückkommt. Mache dies, auch wenn du sauer auf deinen Hund bist. Schimpfst du deinen Hund, wenn er zu dir zurückgekommen ist, wird er sich das nächste Mal zweimal überlegen, ob er auf deinen Rückruf hören sollte. Stelle also sicher, dass dein Hund weiß, dass ihn bei seiner Rückkehr zu dir eine Belohnung erwarten kann. Um es besser, als andere Hundebesitzer zu machen, besorge dir einen Rückruf-Hundekurs und trainiere mit deinem Hund das Zurückkommen. Betrachte das Zurückkommen des Hundes also nie als selbstverständlich und belohne deinen Wuffi bei erfolgreicher Durchführung.

 

3. Die Fluchtgefahr unterschätzen

Auch wenn sich dein Hund in deinem Garten und Haus sicher fühlt, kann es sein, dass er gerne sein Territorium erweitern möchte oder ein paar Straßen weiter Eichhörnchen, Katzen oder andere Tiere jagen möchte. Besonders, wenn du der Besitzer von einem Rüden bist, der nicht kastriert wurde, ist die Gefahr für ein Davonlaufen des Hundes viel größer, wenn er in der Nähe die Witterung einer Hündin wahrnimmt. Tausende von Hunden werden jährlich von Autos überfahren, weil sie von ihren Besitzern fahrlässig beaufsichtigt oder nicht beherrscht werden. Daher ist es sehr wichtig, dass du deinen Hund zu jeder Zeit unter Kontrolle hast.

Natürlich kannst du auch Glück haben und in dem Moment als dein Vierbeiner über die Straße rennt kein Auto fahren. Aber wie gesagt, wer möchte schon daran schuld sein, seinen Hund verloren zu haben, nur weil er sich auf sein Glück verlassen hat. Lässt du also deinen Hund frei im Garten laufen, solltest du sicherstellen, dass er nicht durch eine kleine Lücke im Zaun entwischen kann. Ist deinerseits kein abgezäunter Bereich vorhanden, solltest du deinen Hund an die Leine nehmen.

 

4 Strangulation Gefahr missachten

Wenn dein Hund alleine ist, stelle sicher, dass er keinen Zugriff auf Schnüre, Krawatten, Leinen oder sonstige gefährliche Gegenstände hat, an denen er sich erwürgen kann. Es passiert immer wieder, auch bei uns in Deutschland, dass sich ein Hund in einer Schnur verfängt und sich dann durch Panik selber erwürgt. Gerade Langeweile ist oft ein Grund, dass Hunde auf unvorstellbare Gedanken kommen. So kann der Hund zum Beispiel mit einer Schnur um den Hals herumspringen und sich so erhängen. Auch kam es schon vor, dass der Hund sich um einen Baum gewickelt hat und sich so stranguliert hatte. Wichtig ist, hierbei nochmals zu betonen, dass es hierbei um die Zeit geht, indem dein Hund unbeaufsichtigt ist. Wenn du deinem Hund den richtigen Toilettengang antrainieren möchtest, kann es sogar hilfreich sein ihn in deinem Zuhause anzuleinen. Aber hierbei solltest du immer darauf achten, dass du deinen Vierbeiner im Blick behältst.

Der Grund, warum es so oft zu einer Strangulation des Hundes kommt, ist, dass wenn er sich in einer Schnur verfangen hat, in Panik gerät. Je enger sich die Schlaufe um den Hals des Hundes zieht, umso mehr wird er daran ziehen. Das kann so weit gehen, bis dem Hund die Luft abgeschnürt wird und er erstickt. Es kam auch schon vor, dass ein Hund der nicht gewohnt war über einen längeren Zeitraum alleine zu sein. In einem Notfall von seinem Herrchen an einen Baum angeleint wurde und sich in Panik selber stranguliert hatte. Als dann der Besitzer des Hundes seinen Vierbeiner wieder abholen wollte, fand er nur noch seinen leblosen Körper vor.

 

5. Unverdaulichen Gegenstände und Medikamente

Leider gibt es viele Hunde, die sterben, weil sie ungenießbare Dinge gefressen haben. Gerade wenn Besitzer ihre Medikamente so aufbewahren, dass sie leicht herunterfallen können und so von ihrem Hund gefressen werden, müssen sich über den regungslos da liegenden Hund nicht wundern.

Auch lassen viele Halter ihre Medikamente offen liegen, sodass es für den Hund ein leichtes ist sie mit einem Wisch aufzuschlecken. Es gab sogar Hunde, die andere Gegenstände wie Steine verschluckt haben und dann daran gestorben sind. Neben Gegenständen gibt es natürlich auch viele Lebensmittel, die für deinen Hund tödlich sein können. Sorge also dafür, dass Medikamente und andere für den Hund schädliche Dinge, nicht frei zugänglich und sicher verwahrt sind. Es gibt auch Trainingsmethoden, um deinen Hund beizubringen, heruntergefallene Sachen, wie beispielsweise Medikamente nicht zu fressen. Mit dem richtigen Hundetraining stellst du sicher, dass dein Hund nur das frisst, was du ihm reichst und erlaubst zu fressen. Wenn dein Hund gefährdet ist, ungenießbare Dinge in deinem Haushalt zu fressen, solltest du ihn in deiner Abwesenheit in einer Kiste verwahren.

 

6. Die Verwendung von einer Shockkette

Leider sehe ich immer viele Hunde, die anstelle eines normalen Halsbandes ein Shockkette tragen. Bestimmt bist auch du ein Gegner eines elektrischen Halsbandes. Daher wird es dich auch bestimmt überraschen, dass es Hundebesitzer gibt, die eine Shockkette permanent angeschaltet lassen. Jeder Hundetrainer weiß, dass es viele Dinge gibt, die man bei anderen Hundebesitzern sieht und nicht gutheißen kann. Die Verwendung eines Shockhalsbandes gehört meiner Meinung nach definitiv mit dazu. Ein elektrisches Halsband sollte also, wenn überhaupt nur im Beisein des Halters getragen werden.

Auch sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die lose Kette nicht dem Hund frei zugänglich ist. Ist der O-Ring der Shockkette offen, kann sich der Hund an Möbelstücken, Ästen oder an anderen Gegenständen verfangen. Da wie wir wissen der Hund gegen das Festsitzen ankämpft, ist es auch hier möglich, dass sich der Hund selber erwürgt. Auch wenn dein Hund mit einem Artgenossen spielt, der eine Schockkette trägt, können sich die Hunde während des Spielens ineinander verheddern und sich so gegenseitig stranguliere. Achte also darauf, dass dein Hund nicht mit Artgenossen spielt, die ein Shockhalsband tragen.

 

7. Fettleibigkeit beim Hund

Die Fettleibigkeit ist eine der Hauptursachen für einen verfrühten Tod von Hunden. Abgesehen davon, dass es für Hunde eine der schmerzhaftesten Arten ist zu sterben, wird die Fettleibigkeit durch eine Überfütterung des Halters hervorgerufen. Welche Probleme und Krankheiten eine Fettleibigkeit mit sich bringen kann, haben wir dir folgend übersichtlich aufgeführt:

  • Diabetes
  • Herzerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Erhöhtes Krebsrisiko
  • Atembeschwerden
  • Gelenkprobleme
  • Knochenprobleme
  • Probleme der Bänder
  • Arthritis

Nicht selten, müssen Hunde aufgrund der genannten Erkrankungen und deren schmerzhaften Nebenerscheinungen eingeschläfert werden. Wenn der Hund übergewichtig ist, leidet er durch die Arthritis beispielsweise an starken Schmerzen. Achte also darauf, dass du deinen Hund schlank hältst und ihn neben ausreichender Bewegung auch einmal einer Diät unterziehst. Durch eine gesunde Ernährung deines Hundes verlängerst du nicht nur sein Hundeleben, sondern schließt auch bestmöglich die Gefahren von möglichen Krankheiten wie beispielsweise Krebs, Herz und Lebererkrankungen aus.

Sorge auch du dafür, dass kein Hund wegen Fettleibigkeit und einer dadurch aufgetretenen Krankheit oder Schmerzen eingeschläfert werden muss. Teile diesen Beitrag mit deinen Hundefreunden und teile uns in einem Kommentar mit, was du sonst noch als Todsünden von Hundebesitzern erwähnt haben möchtest.

 

8. Das falsche Timing

Erteilst du deinem Hund ein Kommando, ohne dass er die Bedeutung erkennen kann, wird er deinem Befehl nicht folgen. Der Hund ist in der Lage die Sinnhaftigkeit des erhaltenen Befehls zu hinterfragen und wird so zum Beispiel nicht losrennen, wenn er in 5 Metern eine große tiefe Schlucht sieht.

9. Hund zu spät loben

Dein Hund möchte deine Anerkennung erhalten, wenn er etwas Richtiges gemacht hat. Darum ist es wichtig, dass du deinen Hund innerhalb von zwei Sekunden mit einem Leckerli belohnst. Viele Hundefreunde setzen auch auf einen Klicker als Verstärkung beim Hundetraining, sodass dein Hund genau weiß, dass er etwas richtig gemacht hat. Gibst du deinem Hund zu spät das Leckerli, wird er es mit einer danach vollbrachten Tätigkeit verknüpfen und somit denken, die Leckerei für sein anschließendes Betteln bekommen zu haben. Generell gilt bettelndem Verhalten nicht nachzugeben, da es dieses Verhalten nur noch verstärkt.

 

10. Wiederholung der Befehle in der Hundeerziehung vermeiden

Um deine Autorität deinem Hund gegenüber wahren zu können, solltest du einen Befehl nur einmal mit deutlicher Aussprache aussprechen. Es ist schädlich dem Ansehen deines Hundes gegenüber, wenn du ihm signalisierst, dass er nicht das erste Mal kommen muss, wenn er ruft, da er ja auch noch weitere Versuche bekommt. Der Hund wird denken, dass dein Befehl sowieso kein großes Gewicht hat, da er mehrmals wiederholt wird. Auch wenn dein Hund ein größeres Stück entfernt ist, solltest du ihn nur einmal zu dir rufen, da Hunde ein sehr gutes Gehör haben. Dein Vierbeiner wird sich auch zweimal überlegen, ob er zu dir kommen soll, wenn er weiß, dass ihn ärger und keine Leckerlis erwarten. Bringst du deinem Hund beispielsweise bei, auf dem Boden liegen zu bleiben, und wiederholst immer wieder den Befehl »Bleib« während er auf dem Boden liegt, lernt dein Hund, dass er sofort wieder aufspringen darf, wenn du aufhörst den Befehl zu sagen.

11. Die Nachlässigkeit bei der Hundeerziehung

Viele Hundefreunde ziehen am Anfang konsequent ihr Hundetraining durch. Mit der Zeit vergessen sie aber die Trainingsinhalte, weil sie keinen online Hundekurs parat haben, auf den sie zu jeder Zeit zurückgreifen können. Andere haben einfach keine Lust einen Teil ihrer Zeit in die Ausbildung ihres Hundes zu investieren. Da dein Hund aber jegliche Nachlässigkeit in seiner Erziehung wahrnimmt und so schnell ein Fehlverhalten entwickelt, gilt es für dich in Bezug auf die Erziehung deines Hundes nicht nachzulassen. Da der Hund auch schnell die ständige Belohnung als selbstverständlich ansehen kann, solltest du auch nicht jede normale gute Haltung mit Leckereien fördern. Gibst du ihm aber einen Befehl, welchen er richtig ausgeführt hat, spricht nichts gegen eine Belohnung. Natürlich solltest du darauf achten, dass du deinem Hund nicht zu viele Leckerlis am Tag reichst.

 

12. Konsequenz in der Hundeerziehung

Du musst darauf achten, deinen Hund immer gleich zu trainieren, ganz egal, ob du ihn bei dir Zuhause, in der Natur oder in einem örtlichen Hundekurs trainierst. Du musst dich nicht wundern, wenn du deinem Hund beim Hundetraining bei dir Zuhause viel besser trainiert, weil du ihn dort immer mit Leckerlis belohnst und in der Natur versuchst ohne belohnende Leckereien auszukommen. Dein vierbeiniger Freund wird die Welt nicht mehr verstehen und so nicht motiviert sein, dass Training außerhalb deiner vier Wände gleichermaßen umzusetzen. Bleibe also konsequent und gestalte das Training immer gleich.

13. Passt die Gestik zur Aussprache

Hunde sind sehr sensibel, wenn es um die Betonung von Worten und deine Körpersprache geht. Achte also darauf, dass deine Gestik und deine Körperhaltung zu einander passen. Schaffst du es nicht, alles in einen Einklang zu bringen, wird dein Hund dich als unglaubwürdig wahrnehmen. Rufst du deinen Hund mit freundlicher Stimme zu dir, hüpfst aber gleichzeitig vor Wut mit geballten Fäusten auf und ab, wird dein Hund eher nicht zu dir kommen.

Kennst du noch Todsünden von Hundehaltern? Dann kannst du diese gerne als Kommentar ergänzen Hundefreund.

WAU WAU ich bin schlau

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