Die Blasenentzündung beim Hund, wird als ein allgemeiner Begriff, im Zusammenhang mit der Entzündung der Hundeblase verwendet. Tierärzte verwenden auch gerne die Begriffe Cystitis, Harnwegsinfektion, Blasenkatarrh oder Zystitis. Erfahre in unserem Ratgeberartikel wie du die Blasenentzündung bei deinem Wuffi richtig vorbeugen, erkennen und behandeln kannst. Die Ursache der Blasenentzündung liegt meistens an einer Infektion, die bakteriell hervorgerufen wurde. Aber auch andere Infektionsarten können als Verursacher infrage kommen. Von einer interstitiellen, idiopathischen oder sterilen Blasenentzündung ist die Rede, wenn aufgrund einer Infektion, keine Entzündung der Hundeblase auftritt.

Egal, ob es sich um eine nicht interstitielle oder eine interstitielle Blasenentzündung bei deinem Wuffi handelt. Die Symptome ähneln sich stark. Die Ursachen als auch die Behandlungsmethoden, können sich jedoch stark unterscheiden. Die bereits angesprochene interstitielle Blasenentzündung, gilt in der Regel als schwerer behandelbar, als andere Entzündungsformen. Sobald du den Verdacht hast, dass dein Hund an einer Entzündung seiner Blase leidet, solltest du umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird dann eine Diagnose durchführen, welche mögliche Ursachen der Erkrankung aufdeckt.

Zudem wird dein Tierarzt die weitere und bestmögliche Vorgehensweise der Behandlung bestimmen und den Verlauf der Genesung im Blick behalten können.

 

Blasenentzündung Hund: Ursachen

Egal ob interstitielle oder herkömmliche Blasenentzündung. Viele Krankheiten und Gesundheitszustände, können eine Entzündung der Hundeblase verursachen.

Eine bakterielle Infektion ist die häufigste Ursache von einer Entzündung der Blase bei deinem Wuffi. Wir wissen zudem bereits, dass es sich um keine interstitielle Entzündung handelt, wenn die Infektion durch Bakterien oder eine andere Infektionsart hervorgerufen wurde. Bezüglich einer Blasenentzündung beim Hund, die interstitiell basiert auftritt, können mehrere Ursachen für die Erkrankung verantwortlich sein. Um mit der richtigen Behandlung gegen die interstitielle Erkrankung vorgehen zu können, ist es sehr wichtig, dass die Ursache der Hundeblasen Entzündung ermittelt wird. Darum haben wir dir nun folgend die möglichen Ursachen bezüglich der Blasenentzündung beim Hund aufgeführt:

  • Nierensteine
  • Blasensteine
  • Schwaches Immunsystem
  • Diabetes Mellitus
  • Harnröhre ist verengt
  • Verletzung des Beckens
  • Morbus Cushing
  • Probleme der Nieren
  • Harnleitung hat eine Fehlstellung
  • Verletzung des Beckens
  • Tumore
  • Chronische Harnwegsinfektionen
  • Kristalle und Harnsteine im Urin
  • Harnwegsdefekte
  • Blasentumore
  • Polypen

Auch eine Exposition gegenüber bestimmten Drogen, kann die Ursache der Hundeblase sein.

Eine Entzündung durch Blasensteine

Durch ein übermäßiges Vorkommen an kristallischen Mineralien im Urin, kann eine Blasenentleerung beim Hund verursacht werden. Hier reiben die scharfen Kanten der Kristalle an der Wand der Blase, wodurch diese gereizt wird. Zudem kann durch Blasensteine eine Blockade in der Harnröhre hervorgerufen werden, welche den Urinfluss blockiert. Liegt eine derartige schwerwiegende Erkrankung durch Blasensteine vor, kann es für deinen Hund sogar lebensgefährlich werden.

 

Die Symptome der entzündeten Hundeblase

Die Symptome von einer Blasenentzündung oder interstitiellen Blasenentzündung beim Hund sind wie gesagt sehr ähnlich. Daher ist es für Hundefreunde fast unmöglich, die Ursache der Entzündung, ohne einen Tierarzt zu bestimmen. Um dir einen besseren Überblick zu geben, haben wir dir die häufigsten Anzeichen einer Hunde Blasenentzündung, folgend aufgeführt:

  • Erbrechen
  • Appetitverlust
  • Lethargie
  • Unruhiges Verhalten
  • Häufiges Urinieren (verstärkter Harndrang)
  • Aufgeblähter Bauch
  • Geringe Urinmenge
  • Inkontinenz trotz sonstiger Stubenreinheit
  • Gewichtsverlust
  • Blasenschwäche
  • Schaumiger, trüb oder streng riechender Urin
  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Jaulen oder Wimmern beim Urinieren
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Gesteigeter Durst

Sitzt dein Hund lange in der Hocke und es gelingt ihm nur ein paar Tropfen Urin, aus seiner Blase zu pressen, dann ist dies ein starkes Anzeichen einer Entzündung seiner Blase. Hier kommt es dann an mehreren Stellen zu kleineren Urinflecken.

 

Die Diagnose der Hunde Blasenentzündung

Hinweise auf eine Blasenentzündung, kann bereits eine Vorgeschichte von Pollakiurie, Hämaturie und Dysurie bei deinem Hund sein. Um die Entzündung der Blase diagnostizieren zu können, sollte von dem Tierarzt ein passender Test durchgeführt werden. Die häufigsten Tests einer Blasenentzündung umfassen die Urinkultur, Urinanalyse und die Blasenabtastung mit den Fingern. Bei dem Urinkulturentest, wird untersucht, ob Bakterien auftreten. Auf die Analyse wird dann beschlossen, welches Antibiotikum für die Behandlung der Blasenentzündung beim Hund geeignet ist. Bei der Urinanalyse hingegen, müssen mehrere Tests durchgeführt werden. Hierdurch ist es möglich, Anomalien im Urinsediment und im Urin auszumachen. Zwar kann so eine vorliegende Entzündung der Hundeblase festgestellt werden, die Ursache, welche die Entzündung hervorgerufen hat, lässt sich so allerdings nicht ermitteln.

Um Blasensteine zu diagnostizieren, eignet sich am besten das händische Abtasten deines Tierarztes. Oft sind die Blasensteine so groß, dass sie einfach durch Fühlen erkannt werden können. In circa 20 Prozent der Fälle müssen noch weitere Tests von dem Tierarzt durchgeführt werden, da die Blasenentzündung durch kein Ertasten oder das Vorliegen von Bakterien diagnostiziert werden kann. Wenn Blasensteine nicht mit den Händen erfühlt werden können, ist es auch möglich, Röntgenaufnahmen durchzuführen. Dank der Blasenradiografien können die Blasensteine ersichtlich werden. Divertikel, Blasentumoren oder Polypen, können jedoch nur selten auf einfachen Röntgenaufnahmen ersichtlich sein. Einfache Röntgenaufnahmen ohne Anästhesie oder Sedierung können jedoch bereits oft ausreichen. Einige Fälle setzten aber auch Kontrastmittel beim Röntgen Voraus, nämlich dann, wenn aufgrund der Zusammensetzung der Mineralien eine einfache Aufnahme nicht ausreichen würde.

Auch eine Ultraschalluntersuchung kann für die Diagnose einer Hund Blasenentzündung verwendet werden. Dank ihr ist es möglich Polypen, Blasensteine und auch Tumore zu erkennen. Die Untersuchung mit den Schallwellen kommt oftmals ohne eine Anästhesie und Sedierung aus und ist zudem in der Lage Wandverdickungen sowie Anomalien der Blasenwand festzustellen. Liefert eine Untersuchung mit Ultraschall oder eine Aufnahme durch einfaches Röntgen keine Diagnose, muss von der Blase eine Kontraströntgenaufnahme durgeführt werden. Hier handelt es sich um ein dreistufiges Verfahren:

  • Zuerst wird in die Harnröhre ein Harnkatheter eingeführt
  • Nun wird die Hundeblase mit einem Kontrastmittel befüllt, das negativ ist
  • In der Regel wird hierfür normale Luft verwendet
  • Im weiteren Vorgehen wird ein positives Kontrastmittel, was speziell mit einem Röntgenfarbstoff versehen ist, dem Hund verabreicht
  • Anschließen folgt dann die sogenannte Doppelkontraststudie, bei der mit einem negativen und einem positiven Kontrastmaterial befüllt wird

Durch die Durchführung von Röntgenaufnahmen bei jedem Schritt, und deren Visualisierung. Ist es möglich zuvor unsichtbar gewesene Tumore, Wandverdickungen, Blasensteine, Divertikel und Polypen aufzudecken. Bei dieser Methode ist allerdings eine Vollnarkose oder Sedierung von Nöten. Da in die Blase ein Katheter eingeführt werden muss. Von einer chronischen Hunde Blasenentzündung ist die Rede, wenn diese im Jahr öfters als dreimal oder in einem halben Jahr häufiger als zweimal auftritt.

 

Blasenentzündung Hund: Behandlung

 

Da die eine bakterielle Infektion mit Antibiotika geheilt werden kann, ist sie in der Regel einfacher, als eine interstitielle Blasenentzündung zu behandeln. Liegt jedoch eine interstitielle Entzündung der Hundeblase vor, sollte die Behandlungsmethode aufgrund der Grunderkrankung erfolgen. Tritt ein Tumor in der Blase auf, muss zunächst festgestellt werden, ob er gut- oder bösartig ist. Bei gutartigen Tumoren kann ein chirurgischer Eingriff für die vollständige Beseitigung ausreichen. Bei einem bösartigen Tumor in der Blase bedarf es oft noch einer zusätzlichen Behandlungsmethode. Auch Blasensteine, können durch einen chirurgischen Eingriff oder passende Diäten, beseitigt werden.
 
Die Behandlung der Blasenentzündung beim Hund, kann auch durch zusätzliche entzündungshemmende Medikamente oder Schmerzmittel durch den Tierarzt ergänzt werden. Durch die Einnahme von passenden Medikamenten kann auch der Urinausstoß erhöht und andere Beschwerden behoben oder zumindest verringert werden. Wenn dein Hund unter einer Blasenentzündung leidet, solltest dafür sorgen, dass er einen stetigen Zugriff auf frisches Wasser hat. Durch die erhöhte Wasserzufuhr kann die Genesung des Haustieres beschleunigt werden, da so die Harnwege von gelösten Kristallen, Bakterien oder anderen Ablagerungen befreit werden können. Da ein schnelles Handeln von dir, für einen positiven Behandlungsverlauf des Hundes verantwortlich ist, solltest du bereits bei den ersten Symptomen einen Tierarzt aufsuchen. Bei einer richtigen Behandlung kann die normale oder interstitielle Blasenentzündung beim Hund, meistens erfolgreich geheilt werden.
 
Liegt bezüglich der Entzündung der Blase aber ein bösartiger Tumor vor, kann der Behandlungserfolg auch weniger positiv ausfallen. Polypen oder Tumore sind nicht dafür bekannt die Blase zu reizen. Jedoch kann es zu einer Überanstrengung des Hundes beim Urinieren oder sogar zu Blutungen kommen. Bei einem abnormalen anatomischen Defekt handelt es sich um ein Harnröhrendivertikel. Dieser entsteht an der Wand der Harnröhre oder der Blase in der Form eines kleinen Beutels. In diesen Schutzbeutel können leicht Bakterien gelangen, welche im weiteren Verlauf eine Infektion auslösen können. Ohne einen chirurgischen Eingriff und die damit verbundene Beseitigung des Beutels, ist eine derartige Infektion in der Regel schwer zu behandeln.

 

Der Hund Blasenentzündung erfolgreich vorbeugen

Die Frage, die sich Hundefreunde in Deutschland und der Welt stellen ist, ob sie vorbeugende Maßnahmen treffen können um eine Blasenentzündung bestmöglich vermeiden zu können.

Vorbeugende Maßnahmen können von Hundebesitzern jedoch hauptsächlich in Bezug auf die bakteriell hervorgerufene Entzündung, vorgenommen werden. Um richtig vorzubeugen, solltest du bei deinem Hund sicherstellen, dass sich dieser regelmäßig seine Blase entleeren kann. Dadurch verringerst du die Verweildauer des Urins in den Harnwegen des Hundes, was dazu führt, dass sich die Bakterien nicht so gut oder überhaupt nicht in der Lage sind, sich zu vermehren. Sorge auch dafür, dass dein Hund immer Zugriff zu Wasser hat und häufig trinkt. So gewährleistest du, dass der Hund regelmäßig auf die Toilette muss und so die Blase und die Harnwege regelmäßig durchgespült werden. Wie bei uns Menschen, kann eine bakterielle Blasenentzündung beim Hund auch durch eine Unterkühlung hervorgerufen werden. Sorge also dafür, dass dein nasser Hund nicht mit einem Boden der kalt ist, in Berührung kommt. Gerne haben wir dir noch weitere vorbeugende Maßnahmen übersichtlich aufgelistet:

  • Die Reichung von D-Mannose bei empfindlichen Hunden
  • Eine Bindung der Bakterien durch Natur-Einfachzucker, welcher die
  • Ansiedlung der Bakterien in der Harnblase und Schleimhaut unterbindet
  • Sorge dafür, dass das Immunsystem deines Hundes auf einem hohen Level ist. Dies ist durch eine gesunde Ernährung zu erreichen

 

Blasenentzündung Hund: Fazit

Die Hunde Blasenentzündung ist als identisch zu der von uns Menschen anzusehen. Eine Behandlung durch einen Tierarzt ist somit sehr wichtig, da dein Vierbeiner beim Wasserlassen oft mit großen Schmerzen konfrontiert ist. So kann gewährleistet werden, dass die Ursache der Entzündung richtig erkannt und eine passende Behandlungsmethode, vom Tierarzt bestimmt werden kann. Rüden sind im Vergleich zu Hündinnen eher weniger von einer Blasenentzündung betroffen. Dies liegt an der Anatomie. Am häufigsten tritt die Entzündung der Blase in bakterieller Form auf. Aber auch klinische und anatomische Gründe sowie Parasiten, Viren und Pilze können der Auslöser der Entzündung der Hundeblase sein.

Beobachte stehts deinen Hund und handle unverzüglich, wenn du Krankheitssymptome erkennst. Leidet dein Hund an Symptomen? Oder hast du noch Anmerkungen rund um das Thema Blasenentzündung beim Hund? Dann laden wir dich herzlich dazu ein, einen Kommentar unterhalb dieses Beitrages zu hinterlassen.

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