In diesem Ratgeber Artikel möchten wir dir die Vor- und Nachteile sowie die Philosophie verraten, die hinter der BARF Ernährung bei Hunden steckt. Hast du ein anderes Haustier wie eine Katze, ist dieser Beitrag auch für dich interessant. Ursprünglich stammt das BARFen aus Amerika und bedeutet ins Deutsche übersetzt »Biologisch artgerechtes rohes Futter«. Hierbei wird sich bei der Fütterung an der freien Natur orientiert, wo die Nahrungsaufnahme von fleischfressenden und wilden Tieren ebenfalls in roher Form erfolgt.

In den 1960er-Jahren wurde bei uns in Deutschland angefangen, aus günstigen Schlachtabfällen und minderwertigem Getreide, Fertigfutter für Hunde und andere Haustiere zu produzieren. Mit der Zeit wurde diesem minderwertigem Futter auch noch unterschiedliche Aroma- und Geschmacksstoffe beigefügt. Auch heute kann man dieses Billigfutter kaufen. Dies ruft nun immer mehr Hundebesitzer auf den Plan, die selbst bestimmen möchten, was ihr Hund frisst.

Zusammenfassung: Die Bewegung BARF stammt aus den USA und bedeutet im Deutschen so viel wie »Biologisch artgerechtes rohes Futter«. Das Ziel ist es also, den Hund wie damals in seiner freien Wildbahn als Wolf zu ernähren. Durch die industriellen Fertigfutter wird Hunden häufig Nahrung von minderer Qualität und mit schlecht verdaulichen Zusatzstoffen verabreicht.

Aus was setzt sich das BARF Hundefutter zusammen?

Gerade bei Allergien und Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln setzen viele Hundefreunde auf BARF Futter für ihren vierbeinigen Liebling. Der Grund hierfür ist, dass das Barf Hundefutter genau auf die individuellen Bedürfnisse von deinem Hund angepasst werden kann. Als Quelle für Kohlenhydrate dient beim BARFen hauptsächlich rohes Frischfleisch, aber auch die folgenden rohen Nahrungsmittel:

  • Gemüse
  • Obst
  • Innereien

Gerade die pflanzlichen Bestandteile bilden den Mageninhalt bei gerissenen, pflanzenfressenden Wildtieren nach. Auch die Reichung von Knochen kann hin und wieder beim Hund erfolgen. Das BARF Hundefutter muss mit Ölen, Mineralien, Fetten und passende Nährstoff Präparaten angereichert werden. Bezüglich der richtigen Menge und dem Anteil der Mineralstoffe sollte sich an dem Alter und der jeweiligen Hunderasse orientiert werden.

Zusammenfassung: Durch die individuelle Anpassbarkeit von BARF Hundefutter ist es besonders gut für Hunde mit Allergien und Unverträglichkeiten geeignet. Neben rohem Frischfleisch wird vor allem auf Innereien, Gemüse, Knochen und Obst zurückgegriffen. Um das Futter weiter anzureichern, kommen aber auch zusätzliche Mineralien, Öle, Fette, Nähr- und Mineralstoffe zum Einsatz. Orientiere dich bezüglich der Menge an dem Alter deines Wuffis.

Wie BARFe ich richtig?

Wenn du diesen Beitrag liest, machst du bereits vieles richtig, da du dich über die Thematik rund um BARF informierst. Um eine Lagerung des biologisch artgerechten und rohen Futters zu gewährleisten, solltest du dein Tiefkühlfach im Kühlschrank für deinen Hund reservieren. Du kannst natürlich weiter alles mit menschlicher Tiefkühlware vollstopfen, wenn du über eine separate Tiefkühltruhe verfügst. Das Verhältnis für die BARF Ernährung von deinem Hund sollte in der Regel bei 70 bis 80 Prozent Fleisch und bei einem 20 bis 30-Prozentigen Anteil an Gemüse und Obst liegen. Bei meinem Hund Nelli setze ich auf ein Verhältnis von 80 (Fleisch) zu 20 (Gemüse). Um es dir noch einfacher zu machen, haben wir dir folglich einen BARF Fütterungsplan für Hunde erstellt, welcher dir die genaue Zusammensetzung einer Rohfleischfütterung mit Obst und Gemüse aufzeigt.

Prozentualer AnteilRohkost ArtKurzbeschreibung
45 bis 50 %MuskelfleischMuskelfleisch sollte den größten Anteil ausmachen. Es liefert neben Proteinen und Vitaminen auch Wasser, Mineralien und Fette.
20 bis 30 %Gemüse & ObstMit wichtigen Mineralien, Ballaststoffen und Vitaminen ist Gemüse und Obst ausgestattet.
15 bis 20 %Pansen & BlättermagenDurch den Pansen oder Blättermagen von einem Wiederkäuer erhält dein Hund hochwertige Vitamine.
10 bis 15 %InnereienDurch Innereien wie Nieren und Leber können wichtige Vitamine, Biotin, Kupfer und Eisen zugeführt werden. Lunge und Milz eignen sich für das BARFen ebenfalls.
10 bis 15 %KnochenUm auf einen sehr guten Lieferanten für Mineralien zurückzugreifen, eignen sich rohe fleischige Knochen sehr gut.
IndividuellSupplementeDurch die Hinzugabe von hochwertigen Ölen, Vitaminen und Mineralien wird die Mahlzeit aufgewertet.

Stelle dir vor, dein Hund ist in der freien Wildbahn unterwegs und reist ein Wild. Wenn er zu fressen beginnt, würde er alle Bestandteile, die wir in der Tabelle aufgeführt haben, zu sich nehmen. Natürlich ist unsere Vorgabe nicht in Stein gemeißelt und eine individuelle BARF Fütterung bei deinem Hund möglich. Wie du siehst, ist es nicht schwer, deinen Hund mit BARF zu ernähren. Wenn du bei deinem Hund die BARF Ernährung einführen möchtest, kannst du ihn entweder nach und nach an die neue Ernährungsart gewöhnen oder es auf die radikale Weise versuchen. Gerade für BARF Anfänger ist Rindermuskelfleisch und Rinderpansen für den Anfang optimal geeignet. Sind dann die ersten Tage verstrichen, kann auch auf eine andere Fleischsorte zurückgegriffen werden. Manche Hunde mögen auch das rohe Fleisch nicht, hier kann ein kochen des Fleisches in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung: Um das BARF Hundefutter aufbewahren zu können, solltest du über eine Tiefkühltruhe oder über genügend Platz in deinem Gefrierfach verfügen. Beim BARFen wird deinem Hund 45 bis 50 % Muskelfleisch, 15 bis 20 % Pansen & Blättermagen, 10 bis 15 % Innereien, 10 bis 15 % Knochen und 20 bis 30 % Gemüse und Obst verabreicht. Eine zusätzliche Zufuhr von Vitaminen und Mineralien wertet die Rohfütterung noch weiter auf und ist unerlässlich. Je nach Hund kann die Eingewöhnung von BARF von jetzt auf gleich oder nach und nach erfolgen. Am Ende ist es auch dein Vierbeiner, der darüber entscheidet, ob die Rohfütterung etwas für ihn ist.

Was ist bei der Fütterung mit Knochen zu beachten?

Um eine bestmögliche Grundlage für die Verdauung von deinem Hund zu schaffen, solltest du darauf achten, die BARF Mahlzeit mit der Reichung des Knochenanteils abzuschließen. Der Grund hierfür ist, dass Knochenkot so besser vermieden werden kann. Nebenbei bemerkt, eignet sich Fleisch für eine problemlose Verdauung bei deinem Hund am besten. Nicht nur der Organismus und das Verdauungsenzym deines Hundes muss sich auf die neue Knochenfütterung einstellen, sondern auch dein Wuffi selbst.

Er muss lernen, seine Kiefer und Zähne beim Kauen richtig einzusetzen. Aus diesem Grund empfehlen wir dir gerade zu Beginn, deinen Hund während der Fütterung genau zu beobachten. Zunächst solltest du deinen Hund weiche Knorpel und Knochen reichen. Gerade am Anfang der Ernährungsumstellung solltest du vermeiden, deinem Hund große Knochen und Knorpel zu reichen. Die folgenden Knochenarten eignen sich für BARF Anfänger unserer Meinung nach am besten:

  • Kalbsknorpel
  • Hühnerhälse
  • Entenkarkasse

Hat sich dein Hund an die neue Ernährungsart und das Kauen der Knorpel und Knochen gewöhnt, kannst du ihm im nächsten Schritt auch größere Knochen wie folgend aufgeführt reichen:

  • Rinderkehlkopf
  • Lammrippen

Achte darauf, fleischige rohe Knochen zu verwenden und nicht fälschlich auf pure Knochen zurückzugreifen. Du kannst auch die Knochen beim BARFen weglassen und stattdessen Kalziumcitrat, gemörserte Eierschalen oder Knochenmehl hinzugeben.

Zusammenfassung: Bei der Rohfütterung sollte der Knochenanteil am Ende der Fütterung gegeben werden. Auch hier sollte dein Hund zunächst an die Umstellung gewöhnt werden. Setze also zunächst auf Kalbsknorpel, Hühnerhälse oder Entenkarkasse. Vermeide es, am Anfang, große Knochen und Knorpel zu geben. Nach der Eingewöhnungsphase freut sich dein Vierbeiner aber über einen Rinderkehlkopf oder Lammrippen. Die Knochen sollten fleischig und roh sein. Als Alternative kannst du auf gemörserte Eierschalen, Kalziumcitrat oder Knochenmehl zurückgreifen.

Wie viel rohes Futter braucht mein Hund pro Tag?

Eine pauschale Aussage kann man hier nicht treffen, da dies bei jeder Hunderasse anders sein kann. Beispielsweise sind die Rassen Jack Russell Terrier und Border Collie sehr aktiv und sollten lieber etwas mehr Futter bekommen. Wir können dir sagen, dass die BARF Futtermenge von dem Aktivitätslevel sowie dem Alter und dem Gewicht deines Hundes abhängig ist. Es ist also entscheidend, ob dein Hund ein Wuffi im fortgeschrittenen, mittleren oder jungen Alter ist. Zudem spielt für die erforderliche Futtermenge am Tag seine körperliche Anforderung und auch sein Körpergewicht eine übergeordnete Rolle. Gerne möchten wir dir folgend die drei unterschiedlichen prozentualen Futtermengen auf Grundlage des Alters der Hunde aufführen.

Alte Hunde BARFen

Gehört dein Hund zu den Senioren, verbraucht er häufig weniger Energie, da er sich weniger bewegt. Besonders in diesem Alter ist eine regelmäßige Gewichtskontrolle unerlässlich, um Herz-Kreislauf-Probleme bestmöglich verhindern zu können. Nehme hier also nur 2 bis 3 Prozent von dem Gewicht des Hundes als Maßstab für seinen täglichen Bedarf an BARF Hundefutter. Bei den verabreichten fleischigen und rohen Knochen solltest du darauf achten, dass sie weich sind, sodass beim Kauen keine Zahnprobleme auftreten. Generell gilt es bei älteren Hunden besonders penibel auf ihr Wohlbefinden zu achten und bei möglichen Anzeichen einen Tierarzt in der Nähe aufzusuchen.

Erwachsene Hunde BARFen

Hast du einen Hund im Erwachsenenalter, dann solltest du auch sein Aktivitätslevel im Auge haben. Ist der Hund somit sehr aktiv und macht sogar eine Sportart, solltest du ihm prozentual mehr Futter reichen, als wenn dein Wuffi nur eine kurze gemütliche Gassirunde am Tag dreht. Durch ein regelmäßiges Wiegen des Vierbeiners alle zwei Wochen kannst du das Gewicht im Blick behalten und bezüglich der BARF Futtermenge bestmöglich nach oben oder nach unten nachjustieren. Wir empfehlen hier, eine Futtermenge von 2 bis 4 Prozent von dem Körpergewicht des Hundes in den Futternapf zu geben.

Welpen BARFen

Hast du dir einen gesunden Hundewelpen angeschafft, solltest du den Züchter fragen, wie der Wauwau vor deiner Übernahme ernährt wurde. In manchen Fällen wurde der Welpe bereits mit BARF Futter gefüttert, was für dich bedeutet, dass du nahtlos und ohne Eingewöhnungsphase weiter BARFen kannst. Gerade bei jungen und gesunden Hunden ist es in der Regel kein Problem, sie an die Fütterung mit rohem Fleisch zu gewöhnen. Achte aber darauf, frühestens bei einem Welpenalter von einem Jahr mit dem BARFen zu beginnen. Der Grund hierfür ist, dass es bei einer falschen Ernährung des sehr jungen Welpen zu Entwicklungsstörungen kommen kann. Falls du schon früher mit der Rohfleischfütterung beginnen möchtest halt diesbezüglich Rücksprache mit deinem Tierarzt.

Deine Eltern können sich bestimmt gut daran erinnern, wie viele Lebensmittel du als Kind gegessen hast, um groß, stark und schön zu werden. Auch Hundewelpen benötigen während ihres Wachstums mehr Energie und somit mehr Nahrung. Hast du eine kleine Hunderasse, solltest du prozentual mehr zu fressen geben als bei einem Vierbeiner, der zu einer großen Hunderasse zählt. Gebe deinem Welpen also 5 bis 7 Prozent von seinem momentanen Körpergewicht zu fressen.

Rohfütterung beim kastrierten Hund

Hunde, an denen eine Kastration durchgeführt wurde, neigen eher zu einer Zunahme von Gewicht. Der Grund hierfür ist auf eine hormonell bedingte Umstellung zurückzuführen. Hier kommt die große Flexibilität von der BARF Ernährung zum Tragen, welche es durch eine Erhöhung des Gemüseanteils ermöglicht, dem Hund gleichzeitig einer Diät zu unterziehen. Natürlich kann wie bei herkömmlichem Futter auch einfach die Menge des Futters im Napf reduziert werden.

Trächtige Hündin BARFen

In dieser Zeit ist es bei der Ernährung besonders wichtig, die Hündin mit wichtigen Spurenelementen, essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und sämtlichen Mineralstoffen zu versorgen. Was die Nahrungszufuhr der Hündin angeht, sollte diese in den ersten 21 Tagen der Trächtigkeit erhöht werden. Die Hündin muss über ihre Blutgefäße die Embryonen im Bauch nach circa 28 Tagen zusätzlich versorgen, was die Nahrungszufuhr auf ganze 10 Prozent steigern kann. Achte nach dem Ablauf von 35 Tagen in der Schwangerschaft darauf, den Anteil an Eiweiß zwischen 40 und 70 Prozent zu erhöhen. Bei Nellis Trächtigkeit habe ich vermehrt auf Muskelfleisch vom Rind gesetzt. Während der gesamten Zeit solltest du vermehrt ein Auge auf eine mögliche Gewichtszunahme der Hündin achten. Der Grund hierfür ist, da bei einem vorliegenden Übergewicht eher Probleme bei der Geburt auftreten können.

Hundealter
Prozentualer Anteil vom Körpergewicht in %
Senior2 - 3
Erwachsen2 - 4
Welpe5 - 7

Zusammenfassung: Wie viel rohes Fleisch, Obst und Gemüse bei der Fütterung in den Fressnapf von deinem Hund landen soll, hängt von dem Alter, Gewicht und dem Aktivitätslevel des Tieres ab. Hast du einen alten Hund, empfehlen wir 2 bis 3 % von seinem Körpergewicht als Futtermenge für den Tag. Bei einem Hund mittleren Alters sollten es 2 bis 4 % und bei Welpen 5 bis 7 % sein.

Um bei einem Welpen Entwicklungsstörungen zu vermeiden, empfehlen wir erst ab einem Jahr nach seiner Geburt mit dem BARFen anzufangen. Mit dem richtigen Vorgehen und in Rücksprache mit dem Tierarzt kann es aber schon früher möglich sein. Wurde dein Hund kastriert, ist er aufgrund der Hormonumstellung anfälliger für ein Übergewicht. Hast du eine trächtige Hündin, solltest du ihre Ernährung auf 10 % kurzzeitig hochschrauben. Sei bei der Rohfütterung stets variabel, um ein Übergewicht zu verhindern.

Welches Fleisch eignet sich zum BARFen?

Achte bei der Verarbeitung von rohem Fleisch stets auf einen hygienischen Umgang. Auch ist es wichtig, dich selbst vor einer Übertragung von möglichen Krankheitserregern und Parasiten wie Campylobacter oder Salmonellen zu schützen. Um die Gefahr einer Pseudo-Tollwut bei deinem Hund zu vermeiden, solltest du beim BARFen auf kein Schweine- oder Wildschweinfleisch zurückgreifen, da es von dem Aujeszkyvirus, der für Hunde tödlich ist, befallen sein kann. Setze also lieber auf andere Tiere wie Lamm, Geflügel, Rind, Ziege, Pferd, Schaf, Känguru, Wild oder Strauß als Fleischlieferant.

Zusammenfassung: Verwende kein Fleisch von Schweinen oder Wildschweinen. Hier besteht, für deinen Hund die Gefahr, an einer Pseudo-Tollwut zu erkranken. Verwende lieber Frostfutter von Lämmern, Rindern, Pferden, Schafen, Kängurus, Straußen oder anderem Geflügel.

Welche Mineralien werden beim BARFen zugeführt?

Du kannst spezielle Mischungen kaufen, die neben Zink, Kupfer, Kalzium und Jod auch wichtige Mineralstoffe wie Vitamin D, E und A enthalten. Auch hochwertige Öle spielen beim BARFen eine große Rolle. Ich gebe bei Nelli beispielsweise immer abwechselnd einmal Hanföl, Lachsöl oder Leinöl in geringer Menge ins rohe Futter mit dazu. Auch auf Öle, die mit Linolen- und Linolsäure ausgestattet sind, sollte genauso wenig wie auf Öle mit hochwertigen Omega-3-Fettsäuren verzichtet werden. Auch zusätzliche Kräutermischungen können eine tolle Ergänzung beim BARFen darstellen.

Zusammenfassung: Gebe bei der BARF Ernährung Zink, Kupfer, Kalzium und Jod hinzu und verzichte auch nicht auf die Anreicherung von Vitamin D, E und A. Wenig Hanf-, Lachs- und Leinöl können abwechselnd dazugegeben werden. Verwende auch Öle, die Linolen- und Linolsäure sowie Omega-3-Fettsäuren enthalten. BARF Kräutermischungen können auch eine geeignete Ergänzung sein.

Beispiele für die Futtermengen Berechnung

Nehmen wir an ein großer Golden Retriever im besten Alter mit dem Namen Nelli, wiegt 50 Kilogramm (Man fragt keine Hundedame nach ihrem Gewicht! Man wiegt sie einfach). Wie wir wissen, darf Nelli 3 Prozent von ihrem Körpergewicht in den Futternapf bekommen. Das wären in diesem Fall dann 1,500 Gramm Futter am Tag. 1,050 bis 1,200 Gramm sollten in dem Fall aus fleischlichen Bestandteilen (siehe obere Tabelle) und 300 bis 450 Gramm aus pflanzlichen Komponenten (Gemüse und Obst) bestehen.

Zusammenfassung: Die Hündin Nelli wiegt 50 kg, was bei 3 %, 1,500 Gramm Futter für sie am Tag bedeuten würde.

Wie oft solltest du deinen Hund am Tag füttern?

Ich finde es am besten, wenn ich meiner Hündin Nelli im erwachsenen Alter zweimal am Tag ihre Portion BARF Hundefutter bereitstelle. Als Zeitpunkt würde ich dir empfehlen, am Morgen oder am Mittag die erste Mahlzeit zu geben und die zweite am Abend folgen zu lassen. Hast du noch einen sehr jungen Hund, der sich noch in der Wachstumsphase befindet, ist eine öftere Fütterung von bis zu fünfmal über den Tag verteilt zu empfehlen. Bei Hunden im Seniorenalter würde ich auch auf eine zweimalige BARF Fütterung am Tag setzen.

Zusammenfassung: Wir finden eine zweimalige BARF Fütterung am Tag am besten. Bei Welpen ist eine fünfmalige Rohfütterung zu empfehlen.

Die Nachteile von BARF

Durch das BARFen kann dein Hund mit gefährlichen Krankheitserregern infiziert werden. In seltenen Fällen kannst sogar du selbst als Besitzer von der Infektion betroffen sein. So kommt es bei circa einem Viertel der Vierbeiner zu einem Ausscheiden von Salmonellen. Der Grund ist, dass ein Übertragen von Parasiten, Viren oder Bakterien beim BARFen nicht sicher vermieden werden kann. Die Universität Zürich veröffentlichte aber eine Studie, bei der BARF Futterproben untersucht wurden. Das Ergebnis war, dass bei mehr als der Hälfte resistente und gefährliche Keime für den Menschen und den Hund vorhanden waren.

Verreist du mit deinem Hund in den Urlaub, ist ein BARFen oft schwer umzusetzen. Wenn die Zusammenstellung der BARF Nahrung in unsachgemäßer Art und Weise erfolgt, kann sie deinem Hund schnell eher schaden statt nutzen. Gerade bei dem Bewegungsapparat von jungen Hunden und Welpen kann es durch die falsche Ernährung zu Miss- und Fehlbildungen kommen. Die größte Gefahr beim BARFen besteht darin, die Nährstoffe entweder Unter- oder überdosiert dem BARF Hundefutter einzumischen. Um dir die Nährstoffe aufzuzeigen, welche schnell anteilig falsch zusammengestellt werden, haben wir dir diese folgend übersichtlich aufgelistet:

  1. Vitamin D
  2. Vitamin A
  3. Zink
  4. Kalzium
  5. Iod
  6. Kupfer

Achte also besonders bei der Zusammenstellung von dem BARF Futter auf die richtige Dosierung der zusätzlichen Nährstoffe.

Zusammenfassung: Rohes Fleisch kann gefährliche Krankheitserreger auf Menschen und Hunde übertragen. Laut einer Studie der Universität Zürich waren in ihren BARF Proben über 50 % resistente und gefährliche Keime vorhanden. Wenn du mit deinem Hund in den Urlaub gehst, ist die Rohfütterung schwer umzusetzen. Durch das begehen von Fehlern bei dieser Ernährung kann dein Vierbeiner ein Schaden zugefügt werden. Die richtige Dosierung der einzelnen Komponenten ist bei der Rohfütterung entscheidend.

Ist BARFen gefährlich?

Bestimmt hast du schon davon gehört, dass BARF für Hunde eine Salmonellengefahr darstellt und ihn zusätzlich aggressiv macht. Gerne möchten wir dir in diesem Abschnitt aufführen, was genau dahinter steckt und welche Vorurteile sich als nicht haltbar erweisen.

Stellt BARF eine Gefahr durch Salmonellen dar?

Dein Hund ist ein Fleischfresser und gehört zu der Gruppe der Karnivoren, welche auch für den Verzehr von Aas bekannt sind. Die Magensäure bei Hunden ist somit aggressiver als bei uns Menschen und hat daher auch einen aggressiveren und abtötendenderen Effekt auf Keime. Das Risiko von Salmonellen verseuchter Tiernahrung aus Fleisch ist hierzulande nicht größer als bei dem Fleisch für den Menschen. Der Grund hierfür sind die identischen Hygienestandards im gesamten Produktionsprozess.

Wird der Hund vom BARFen aggressiv?

Viele Menschen denken, weil ein Hund rohes Fleisch frisst, dass er aggressiv wird. In Wahrheit ist es aber genau andersherum. So ist der Hund durch das BARF Futter häufiger entspannt, was sich in einer größeren Ruhe und Gelassenheit bemerkbar macht. Der Grund hierfür liegt an der besseren Verdaulichkeit des rohen Futters, welches ohne schlecht verwertbare Zusatzstoffe auskommt. Kommerzielles Hundefutter, dass Getreide enthält, ist arm an wichtigen Aminosäuren und erhöht somit sogar das Risiko von Aggressionen beim Hund.

Bekommen Hunde von der Rohfleischfütterung Würmer?

Wie wir wissen, wird das Fleisch für unsere Hunde unter denselben Hygienestandards wie bei uns Menschen gefertigt. Somit besteht bezüglich eines Wurmbefalls das gleiche Risiko wie bei uns Zweibeinern. Gerade durch das Einfrieren bei hohen Minusgraden (- 20 Grad) können im Fleisch enthaltene Würmer bestmöglich abgetötet werden.

Zusammenfassung: Die Gefahr für deinen Hund an Würmern oder Salmonellen zu erkranken ist, wenn du hygienisch vorgehst, nicht größer als, wenn wir Menschen rohes Fleisch essen würden. Der Vorfahre von unserem Vierbeiner war der Wolf, welcher auch als Aasfresser bekannt war. Somit ist der Hund im Vergleich zu uns Menschen eher gegen Salmonellen gerüstet. Wird Frostfutter bei – 20 Grad gelagert, kann ein Abtöten von Keimen bestmöglich gewährleistet werden. Auch eine gesteigerte Aggression kann nicht auf die Ernährung mit BARF zurückgeführt werden. Der Hund ist sogar nach dem Verzehr von dem rohen Fleisch normalerweise sogar eher gelassener.

Die Vorteile der BARF Ernährung

Durch ein BARF Futter kann deinem Hund, der zu den Fleischfressern (Karnivoren) gehört, auch wirklich Fleisch als Nahrung zugeführt werden. Wenn wir uns den Organismus des Hundes anschauen, können wir feststellen, dass tierisches Eiweiß besser verstoffwechselt werden kann als pflanzliches. Die Hundefutter, die im Fertigfutter Regal stehen, bestehen aber in der Regel aus einem hohen, durch Getreide erzeugten Eiweißgehalt. Wie bereits angesprochen, ist auch die Produktqualität des Fertigfutters häufig nicht hoch. So kann es sein, dass die folgenden tierischen Bestandteile in das Futter Einzug erhalten:

  • Krallen
  • Hufe
  • Schnäbel
  • Fell
  • Federn

Diese tierischen Inhalte werden auf einigen der Fertigfutter Packungen als »tierische Nebenerzeugnisse« gekennzeichnet. Auch die Getreidequalität ist oftmals nicht hochwertig. Bei dem Sterilisationsprozess kommt es zum Abtöten von keinem, was jedoch auch einen Nährstoff- und Vitaminverlust bedeutet. Bei der BARF Ernährung werden im Vorfeld keine Keime abgetötet, was das Immunsystem von deinem Hund widerstandsfähiger macht, indem es dieses fordert und sozusagen trainiert. Das Verdauungsenzym von Hunden gilt im Vergleich zu unserem Verdauungstrakt als widerstandsfähiger. Liegen bei Hunden bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Krankheiten vor, kann gerade BARF für Hunde in Rücksprache mit dem Tierarzt eine tolle Alternative darstellen.

Bestimme selbst, was in das Futter von deinem Hund kommt

Beim BARFen kannst du als Hundebesitzer bestimmen, aus welchen Bestandteilen das Futter deines Hundes besteht. Auch triffst du die Entscheidung der Fleischqualität und unter welchen Umständen die Fleisch liefernden Nutztiere gelebt und gestorben sind. Gerade wenn es um die Einflussnahme für ein langes und gesundes Leben von deinem Wuffi geht, eignet sich die BARF Ernährung hervorragend, da du die Menge und Art der Zusammensetzung der Nährstoffe bestimmst. In dem Leben deines Hundes werden sich seine Bedürfnisse von Zeit zu Zeit durch beispielsweise folgende Einflüsse verändern:

  • Krankheiten
  • Trächtigkeit
  • Alter
  • Fellwechsel
  • Allergien
  • Stress

Neben deiner Entscheidung, welches frische Fleisch, Obst und Gemüse du bei deinem Hund einsetzt, kannst du beim BARFen auch die geschmacklichen Vorlieben von deinem Vierbeiner mit in die Ernährung einfließen lassen. Wir vertreten die Meinung, dass der Organismus von Hunden, die mit BARF aufgewachsen sind, keinen belastenden Bestandteilen in der Entwicklungsphase ausgesetzt waren. Dies unterstützt den Hund, indem er gesünder, agiler und fitter ist. Zudem kann er auch besser zur Ruhe kommen, da sein Verdauungstrakt keine schwer verdaulichen Füllstoffe bearbeiten muss. In vielem herkömmlichem Futter von der Stange sind diese Füllstoffe enthalten, welche eben nicht optimal von dem Verdauungssystem von deinem Hund verwertet werden können.

BARF hingegen kann von deinem Wauwau viel besser verwertet werden, was sich auch durch die Ausscheidung von weniger Kot bemerkbar macht. Hunde, die über einen längeren Zeitraum BARF Hundefutter zu sich nehmen, weißen unserer Meinung nach einen geringen Eigengeruch auf. Auch sein Fell wirkt durch die hinzugefügten Öle und Fette seidiger und dichter.

15 BARF Vorteile im Überblick:

  1. Starkes Immunsystem
  2. geringerer Hundegeruch
  3. BARFen ist nicht teuer und kann sogar günstiger sein
  4. Parasitenbefall liegt seltener vor
  5. Getreide und künstlichen Zusätzen können vermieden werden
    seltene Wachstumsprobleme bei Welpen
  6. hervorragende Anpassung auf die sich ändernden Bedürfnisse des Hundes
  7. weniger Tierarztbesuche können möglich sein
  8. dichtes und seidiges Fell
  9. kräftigere Muskulatur
  10. belastbare Bänder
  11. gelassener
  12. gesünder
  13. agiler
  14. ruhiger
  15. fitter

Zusammenfassung: Durch die Rohfütterung kann dein Hund die Ernährung erfahren, wie sie für ihn als Mitglied der Karnivoren und als Nachfahre vom Wolf natürlich ist. Viel Trocken- oder Nassfutter, dass industriell gefertigt wurde, ist mit Getreide und minderwertigem Fleisch versetzt. Die Sterilisation von dem billigen Futter führt zu weiterem Verlust, was Nährstoffe und Vitamine angeht. Keime können hierbei aber abgetötet werden. Da bei dem BARF Hundefutter keine Sterilisation erfolgt, können auch die Keime überleben, was bei dem Hund zu einer stärkeren Immunabwehr verhelfen kann. Bei Unverträglichkeiten oder einer Futtermittelallergie ist BARF eine gute Methode für eine artgerechte und gut steuerbare Ernährung von deinem Hund. Ein weiterer Vorteil ist, dass du selbst bestimmst, was und in welcher Qualität bei der Rohfütterung im Fressnapf landet. 

Du kannst die Ernährung sogar im Laufe des Hundelebens immer genau auf die Gegebenheiten, wie beispielsweise mögliche Krankheiten, Allergien oder auf das Alter bezogen anpassen. Jeder Hund hat andere Vorlieben, was das Fressen angeht. Dank BARF kannst du diese auch berücksichtigen. Unserer Meinung nach sind Hunde, die rohes Fleisch in den Napf bekommen, gesünder, agiler und fitter. Zudem ist eine bessere Verdauung gewährleistet. Ein weiterer Nebeneffekt, der mir beim BARFen auffiel, war, dass meine Hündin Nelli weniger Eigengeruch aufwies. Auch das Fell war seidiger und dichter.

Ist BARFen teuer?

Durch die bessere Verwertbarkeit des BARF Futters wird im Vergleich zu vielen industriell gefertigten Trockenfutter Packungen nicht nur weniger Futter benötigt, sondern auch das Wohlbefinden von deinem Hund gestärkt, was zu weniger Besuchen beim Tierarzt führen kann. Die individuelle Anpassung des Futters macht es auch möglich, Krankheiten besser vorzubeugen. Nicht selten ist BARFen also oft günstiger als die Fütterung mit hochwertigem Trockenfutter.

Viele Menschen denken fälschlicherweise, dass die Ernährung des Hundes mit BARF teuer ist. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass BARFen im Vergleich zu hochwertigem Trocken- und Dosenfutter nicht kostenintensiver ist. Erfahrene BARFer wissen, dass sie den Einkaufspreis stark reduzieren können, indem sie mehr rohes Fleisch auf einmal einkaufen und dieses einfrieren können. So kann der Markt ständig im Blick behalten werden und im richtigen Moment zugeschlagen und eingefroren werden. Auch der Kauf von bereits gefrostetem Futter macht durchaus Sinn. Bei den zusätzlichen Gemüse- und Obstsorten kannst du dich regional umschauen und oft sehr günstige Einkaufspreise erzielen.

Ist es schwer zu BARFen?

Viele Hundebesitzer sind leider zu faul, um sich mit dem Thema der Rohfleischfütterung auseinanderzusetzen. Der Grund hierfür ist, dass es einfach unkomplizierter ist, in den nächstgelegenen Supermarkt zu gehen und Fertigfutter zu kaufen. Aber wie in allen Bereichen gibt es bereits Menschen, die Experten auf dem Gebiet sind und sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben. So kannst du einfach passende Futterpläne oder ein Buch zum Thema BARF kaufen und dich informieren. Wie bei allen Dingen ist der erste Schritt am schwersten, ein Flugzeug braucht am Anfang auch mehr Kraft, bis es einmal in der Luft ist und dann durch den Schub weniger Anstrengungen aufbringen muss … Hast du dich also erst einmal über die Thematik informiert, wird dir das BARFen leicht von der Hand gehen.

Zusammenfassung: BARF Futter kann von deinem Hund sehr gut verwertet werden, so wird dir bestimmt bei der Umstellung der Ernährung auffallen, dass weniger Kot von deinem Hund ausgeschieden wird. Somit wird auch weniger Futter benötigt. Durch die bessere Widerstandsfähigkeit wird dein Vierbeiner auch weniger krank, was hohe Kosten beim Tierarzt spart. Oft ist BARF sogar günstiger. Informierst du dich ausreichend durch ein Buch oder den Kauf von BARF Futterplänen wird die Umsetzung der Rohfütterung leicht fallen.

Unsere BARFen für Anfänger Tipps

Da dein Hund zu Beginn der Ernährungsumstellung oft nicht gewohnt ist, ganze Fleischstücke zu verzehren, solltest du das rohe und frische Fleisch zunächst durch einen Fleischwolf drehen. Im nächsten Schritt solltest du deinem Hund das BARF Futter in geschnittenen Stückchen verabreichen, um dann nach dieser Gewöhnungsphase größere Stücke des Fleischs deinem Hund bereitzulegen. Was die Fütterung von Innereien wie Niere und Leber angeht, sollte gerade zu Beginn hierauf eher weniger zurückgegriffen werden. Das Gleiche gilt für die Verabreichung von einem vollständigen Rinderherz oder einem Schlund in ganzer Form.

Zusammenfassung: Tipps wären, deinen Hund, das Fleisch erst in gehackter Form und dann in kleineren Stücken bereitzustellen, wenn er es in großen Stücken verschmäht. Rinderherz, Schlund oder andere Innereien sollten erst nach der Eingewöhnungsphase verfüttert werden.

Wie lange ist BARF haltbar?

Bevor wir Menschen eine Nahrung zubereiten, prüfen wir erst einmal, ob die Lebensmittel noch in einem verzehrbaren Zustand sind. Das Gleiche solltest du für deinen Hund machen und prüfen, ob das rohe Fleisch in einem verzehrbaren Zustand ist. Indizien sind hierfür ein verdorbener Geruch oder wenn das Fleisch aufgequollen ist. Eine gute Methode, dass tiefgekühlte BARF Futter behutsam aufzutauen, ist es in den Kühlschrank zu stellen. Das Fleisch im Kühlschrank sollte dann aber innerhalb von drei Tagen verbraucht werden. Je schneller, desto besser natürlich. Viele BARFer Tauen das Fleisch auf, um es zu portionieren. Im Anschluss frieren sie das Fleisch dann wieder ein. In der Regel stellt dieses Vorgehen bei einer hygienischen Vorgehensweise auch kein Problem dar.

Zusammenfassung: Wird Fleisch im Kühlschrank schonend aufgetaut, sollte es innerhalb von drei Tagen an deinen Hund verfüttert werden. Ich persönlich taue das Rohfleisch auf, um es nach dem Proportionieren wieder einzufrieren.

Senkt rohes Fleisch das Risiko einer Magendrehung?

Neben der Tatsache, dass die Ursachen einer Dehnung des Magens noch nicht ausreichend erforscht sind, ist ein Aufquellen von gesundem Hundefutter heutzutage sehr selten. Es ist zudem nicht bewiesen, dass ein voller Bauch eine Magendrehung beim Hund hervorrufen kann. Auch wenn es hierzu Theorien gibt, die vielen Hundefreunden als schlüssig erscheinen. Durch eine Verteilung der Fütterung in kleineren Mengen öfters am Tag kann eine Magenüberdehnung bei deinem Hund besser vermieden werden. Dass dies aber nicht unbedingt vor einer Magendrehung schützt, zeigen Fälle, bei denen Hunde trotz nachgewiesenem leeren Magen in der Nacht während des Schlafens eine Magendrehung erlitten haben. Um deinen Vierbeiner zu schützen, solltest du nicht nach der Rohfleischfütterung mit ihm spielen oder ein Hundetraining durchführen.

Zusammenfassung: Eine Magendrehung kann bei deinem Hund nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Achte aber darauf, dass dein Hund nach dem Fressen eine Ruhepause einlegt.

Häufige Fehler beim BARFen

Fehler werden in der Regel bestraft, in diesem Fall können sich falsch zusammengestellte BARF Mahlzeiten, negativ auf die Gesundheit deines Hundes auswirken. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, sich als Hundebesitzer im Vorfeld über das BARFen und mögliche Ernährungspläne zu informieren. Auch der Gang zu einem Ernährungsberater für Hunde oder einem Tierarzt kann helfen, das perfekt abgestimmte BARF Futter für deinen Hund zusammenzustellen. Neben wichtigen Mineralien, Vitaminen und Nährstoffen sollte das rohe Fleisch ein ausgewogenes Verhältnis an Phosphor und Kalzium enthalten. Innereien und Muskelfleisch enthalten hierbei Phosphor und Knochenmehl, gemörserte Eierschalen oder Knochen in ihrer rohen Form das wichtige Kalzium. Um bei deinem Hund eine tödliche Verstopfung zu vermeiden, darfst du auf keinen Fall zu viel Kalzium verabreichen. Ich persönlich setze auf ein 1,3:1 Phosphor-Kalzium-Verhältnis. Ein Verhältnis von 2:1 ist unserer Meinung viel zu hoch! Richte dich hier an die Absprachen mit deinem Berater oder an den BARF Ernährungsplan.

Alternativen zur Rohfleischfütterung

Ist dein Hund gesund, kannst du einmal die alternative Möglichkeit der Fütterung von hochwertigem Hundefutter prüfen. Dies gilt auch, wenn du zurzeit minderwertiges Fertig-Hundefutter verwendest. Zudem gibt es auch für ernährungssensible Hunde mit Unverträglichkeiten oder Futtermittelallergien spezielles Hundefutter. Fährst du mit deinem Vierbeiner in den Urlaub, ist Hundefutter in hochwertiger Form in dieser Zeit eine gute Alternative.

Zusammenfassung: Gesundheitliche Folgen bei deinem Hund können durch ein falsches Zusammenstellen des BARF Hundefutters erfolgen. Gerade zu viel Kalzium kann eine tödliche Verstopfung bei deinem Vierbeiner verursachen. Wir empfehlen dir hier ein 1,3:1 Phosphor-Kalzium-Verhältnis. Futterpläne können eine sehr gute Anleitung für die Rohfütterung sein. Als Alternative ist hochwertiges Hundefutter zu empfehlen, dies gilt auch beim gemeinsamen Verreisen mit dem Hund.

Unser Fazit zu BARF

Am Ende ist es dir überlassen, wie du deinen Hund ernähren möchtest. Natürlich hat jede Fütterungsmethode seine Vor- und Nachteile, die von uns Hundebesitzern individuell abgewogen werden sollten. Bei meiner Hündin Nelli setze ich auf BARF Hundefutter, welches ich täglich selber zusammenstelle. Nelli verträgt die Fütterung mit rohem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse sehr gut. Seit der damaligen Umstellung von hochwertigem Hundefutter auf BARF weist sie keinerlei Krankheitssymptome auf. Da jeder Hund anders auf das BARF Futter reagieren kann, gilt es deinen Hund während der Umstellung genau zu beobachten. Bei Fragen wende dich am besten direkt an den Tierarzt deines Vertrauens. 

Barf für Hunde kannst du entweder bei dir vor Ort oder online kaufen. Ich kaufe das rohe Fleisch immer direkt beim Bauern, wo ich weiß, wie die Nutztiere gehalten und geschlachtet werden. Auch kann man so den Zwischenhandel umgehen und Geld sparen.

WAU WAU ich bin schlau

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